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gewesen zu sein; bald wurden auch die Weihnachten, als dasGeburtsfest Jesu Christi, gefeiert, und damit der Anfang desJahres.
So war Jesus der Stifter unfers Glaubens, aber nicht allererst spät entstandenen kirchlichen Einrichtungen, Gesetze, Vor-schriften und Lehren. Diese letztem entstanden, wie sie jedesmalnach den Umstanden nölhig, oder von den Umständen begünstigtwaren. Göttlichen Ursprungs ist der Glaube; menschlichen Ur-sprungs die Ordnung der verschiedenen Kirchen. Unverändert istdie Lehre Jesu geblieben; sic ist uns von den Aposteln schrift-lich überliefert und die Worte des Heilandes sind uns von denEvangelisten oder Lebensbeschreibern des Heilandes ausgezeichnetworden. Aber die Kirche hat im Lauf der Jahrhunderte oftihre Gestalt, ihre Ordnungen und Lehrsätze geändert. Christensind wir Alle , die wir an Jesum glauben, auf seinen Namen <getauft sind, und zu Gott zu kommen hoffen, indem wir nachseiner Lehre leben, und den Willen unsers Vaters im Himmel .thun, den er uns offenbarte. Aber nicht alle Christen gehörenzu der gleichen Kirche; denn in ihr sind Parteien und Sektenentstanden, die von einander in der Art der Gottesdienstes, derGebräuche und in verschiedenen andern Meinungen abweichen.Solche Abweichungen zeigten sich leider schon in den Tagen derApostel, wo man bald Paulisch, bald Apolitisch, bald Kephischsein wollte. Ernst eiferte der Apostel Paulus dagegen: Werist nun Paulus? Wer ist Apollos? Dimer sind sie, durchwelche ihr seid gläubig geworden! sprach Paulus. Ich habegepflanzet, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihengegeben. Einen andern Grund kann Niemand auslegen, außerdem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christ. (1. Kor. 3, 5.11.)—Aber die Menschen bleiben Menschen; über das Zufällige wardoft das Wesentliche, über das Gewand oft der Körper, überdie Kirche der heilige Glaube uno des Glaubens heilige Frucht,die Liebe, vergessen. Noch jetzt ist nur eine christliche Religion,aber es sind mehrere christliche Kirchen. Doch Alle, in welcherKirche sie auch beten mögen, wenn sie Jesum nicht bloß mitden Lippen, sondern auch mit dem Herzen bekennen, das heißt.