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50.
Religion und Kirche.
Erste Pfingst.Betrachtung.
Jvh. t, 17.
Reiche dieser Welt verschwanden/
Kronen sanken in den Staub;
Aber seit Dein Reich entstanden/
War es nie der Zeiten Raub;
Jetzt noch blickt Dein Untcrthan/
Gott/ entzückt zu Dir hinan.
Unter fernen Himmelsstriche»/
Herr/ strahlt Deines Glaubens Licht;
Thoren nur/ die Dir entwiche«/
Sehen seine Strahlen nicht.
Doch der Weise bleibt Dir tre»/
Dein Geist macht ihn loS und frei-
Mehre/ Geist/ die Zahl der Weisen/
Hcil'ger Geist/ Du Dein Gebiet/
Und laß «nst auch den Dich preise»/
Der noch blind vor Götzen kniet.
Zeig' uns Allen nach der ZeitDeines Reiches Herrlichkeit!
i-e^er Messias hatte auf Erden vollendet. Gewaltig durch dieKraft des heiligen Geistes, der die Jünger am Tage der Pfingsten-beseelte, gingen sie hinaus in die Welt und verkündigten denVölkern den Gekreuzigten und das Evangelium, oder die froheBotschaft vom Reiche Gottes auf Erden. Da wandten sichgläubig und selbst unter schweren Verfolgungen Juden undHeiden zum Bekenntnisse des Herrn und seiner Lehre. Es ent-standen in Städten und Dörfern kleine christliche Gemeinden,die ihre Gottesverehrungen einrichtcten, und dabei die Sittenund Gebräuche der allerersten Freunde und Bekenner desHeilandes befolgten. So entstand jene heilige Gemeinschaftder Gläubigen und Frommen, welche sich nachher immerhinausbreitete; ihre gottesdienstlichen Einrichtungen mehrte; sichmit Andern, die davon noch abwichen, einvcrstand; jene