Glauben an Mmschenzunst und Mcnschenmacht? War es dieschönste der irdischen Hoffnungen? War es die tröstende Bered-samkeit meiner Freunde? — Ach, das Alles nicht!
Es war ein frommes stilles Glauben, Lieben, Hoffen; eswar Deine Religion, o Jesus Christus, durch welche Dumein Tröster wurdest, wenn die Verzweiflung nahen wollte.Durch Vertrauen auf Gott, den Gebieter unserer Schicksale,lehrtest Du mich Much fassen; durch ein reines Gewissen lehrtestDu mich jedes Ungemach mit Gelassenheit ertragen und Hoheitzeigen, wenn mich die schwärzesten Verhängnisse umringten.Durch Deinen Geist erleuchtet, erkannte ich den nichtigen Werthdes Erdenlebens und aller seiner Güter, die Unzuverlässigkeitdes Reichthums, die Hinfälligkeit des Schönen, das Wandelbareder menschlichen Ehre, die Schwäche der festesten Gesundheit,die Unsicherheit des Glückes und der äußern Ruhe, die Ver-änderlichkeit des Glückes und der Menschengunst. Du hieltestmeiner-Seele das Einzige dar, was bleibend ist; und durch denHinblick auf den Vater, den Heiligen, den ewig Gütigen imHimmel, durch den Hinblick auf das Leben in schönem Welten,wo das Wiederfinden der Unsterblichen ist, verwandelst Dumeine Trauer, meine Schwermuch um hinübergegangene Ge-liebte, in eine erhabene Heiterkeit.
Selig, selig sind, die in Dir, mein Jesus, mein Hort,leben! selig, selig find, die in Dir entschlafen! Auch ich, auchich will treu sein bis in den Tod; auch mir wird die Krone desbessern Lebens werden! Amen.