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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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ein Sauerteig, welcher das ganze in eine geheime (Nahrungsetzt. Doch schon diese Gährung ist ein Vorbote des unaus-bleiblichen Sieges; sie ist die Auflösung und das Zerfallen desAlten, was untauglich geworden ist, und dem Neuern undBessern Platz machen soll. Die Wahrheit siegt, wenn auch erstüber den Gräbern ihrer ersten Bekenner.

Daher zittere nicht vor der Macht zeitlicher Tirannen^welche lichtscheu in alter Finsterniß herrschen wollen, und denZeugen der Wahrheit Verbannung, Kerker und Blutgerüst be-reiten. Ihr Trotz ist vergeblich. Mit irdischen Waffen tödtetman das Geistige nicht. Durch Schrecken können sie wohl eineZeit lang die Zunge lähmen, nie aber die stille, selbstthätigeRegsamkeit der Geister. Ueber die Geisterwelt gebietet keiwSterblicher, und trüge er die Krone von allen Weltthcilen^dort herrscht nur der Zepter Gottes! Herodes befahl einst umgrausamen Wahnsinne den Mord der Kinder zu Bethlehem^und heute, nach zweitausend Jahren, feiert eine erlöste Weltden Sieg der Wahrheiten, welche das Kind von Bethlehem;sprach. Hohepriester und Schriftgelehrte vcrtheidigten mit Wuth,,die Dauer des mosaischen Gesetzes und die hergebrachte Ehrfurchtder Völker vor Jerusalems Heiligthümern gegen den Verkün-diger des Evangeliums; aber Jerusalem und der Tempel zer-fielen in Staub, und die Verehrer Mosis wurden über denweiten Erdball zerstreut und flüchtig, und das EvangeliumJesu ist der Stolz des bessern Theils der Menschheit geworden.

Zürnend gegen die ewige Wahrheit fochten die Priester derheidnischen Götter gegen die ersten Bekenner Jesu. Roms Be-herrscher wütheten in vielfachen Verfolgungen gegen dieVerächter der alten Landesreligion und der falschen Altäre.Umsonst! Diese Altäre wurden zertrümmert; Roms Machtevor der sonst die Welt zitterte, ward Staub/»und über denGräbern der ermordeten Jünger Jesu erhoben sich die Tempeldes einigen Gottes.

Was göttlich ist, kann nicht verderben! Undgöttlich ist die Unschuld und Gerechtigkeit jedes Tugend-