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den Geliebten seines Herzens. Bebend stürzten die Krieger,welche Leichnam, Grab, Fels und Siegel zu bewahren hatten,in die heilige Stadt. Priester und Hohepriester vernahmen dasWunderbare. Ihr erschütterter Stolz sträubte sich, demselbenGlauben beizumesscn. Sie läugnetcn.
Allein umsonst läugneten sie. Sie traten mit den Aeltestender Stadt zusammen und hielten Rath. Umsonst; welcher Rathvermag etwas gegen die Rathschlüsse Gottes? — Sie gabenden Kriegsknechten Geld genug, daß sie sprechen sollten: SeineJünger kamen des Nachts und stahlen ihn, da wir schliefen.Umsonst; denn die stummen Felsen redeten. Es redeten dieZeugen, welchen der Aufcrstandene begegnete. Cs redeten dieWunder der Erde; es redeten die Wirkungen des Himmelsdurch die ganze Weltgeschichte. Christus war erstanden. DieJünger sahen ihn, faßten neuen Much und glaubten. Siegingen voll hohen, freudigen Sinnes durch alle Welttheile,llnd predigten die Lehre des Auferstandenen. Das Sl'nnzcichender Todcsschmach auf Golgatha ward das Siegeszeichen derallgemeinen Kirche. Völker und Könige sanken anbetend vordem Hocherhabcnen nieder, und sein Name ward ihr höchsterRuhm, und das Erlösungswort Jesu scholl durch die Palästeder Wcltbehrrrscher, und durch die brennenden Wüsten desMittags, und zu den Eisfeldern von Mitternacht, und überdie Weltmeere zu unbekannten Inseln und Reichen.
Vergebens kämpft menschliche Macht gegen das an, wasvon Gott stammt. Was göttlich ist, kann nie unter-gehen. Und würde es auch eine Zeit lang unterdrückt —getrost! cs wird siegen. Das Grab selbst wird zum Sieges-denkmal, und die Folter zum Triumphschmuck.
Darum Muth gefaßt, Kleingläubiger, der du mit tugend-haften Entschlüssen dich in das Gewühl der Menschen hinaus-wagst, bald aber vor dem Sturm des Neides, bald vor demHohngclächtcr der Sünder, vor dem Zorn der gekränktenSelbstsucht zurückbcbst, und zwar edel sein, aber doch auchden Menschen nicht mißfallen möchtest. Niemand kann zweienHerren dienen! Gehört deine Angelegenheit dem Himmel, was