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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
455
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zur Dunkelheit, oder zum Giftbecher, oder zum ScheiternHaufen verdammt.

D^nn diejenigen, welche mit Ernst und Weisheit und gött-liche >ai Eifer den Verbrechen des gemeinen Lebens den Kriegank ündigen, haben die verbrecherische Welt zur unaufhörlichenF eindin. Die, welche durch Geisteskraft und Einsicht hoch überi hr Zeitalter erhaben stehen, und die versunkene Menschheit zuLich emporheben wollen, werden von dieser nicht begriffen,sondern verkannt und verlästert. Die, welche das Schändlicheund Ruchlose einreißen wollen, müssen die Rache derer fürchten,welche von der Beute der Ruchlosigkeit satt wurden. Die fleißigeHand, welche den Garten des Herrn vom Unkraut säubern will,darf nichts Anderes erwarten, als Schmerz und Wunden vonden Nesseln und Dornen, die sie auszujäten hat.

So niedcrschlagend diese Betrachtungen für ein frommesGemüth sind, welches an allem Vortrefflichen Freude hat, esgeschehe, von welchem es wolle: so erquickend und seelen-erhebend ist dagegen der Trost, welchen die große Begebenheitgewährt, deren Andenken wir am heiligen Tage der Osternfeiern.

Jesus Messias war nicht mehr! Einzeln und verborgenflössen aus den Augen seiner Freunde und Freundinnen demErblaßten die Thränen unauslöschlicher Wehmuth nach. Aberschadenfroh jauchzte auch die Hölle, denn Jesus Messias warnicht mehr. Triumphirend sahen Schriftgelehrte und Pharisäervon der Höhe ihres Stolzes herab, denn der große Gefürchtetehatte sein Leben ausgeblutct am Stamm des Kreuzes: seinheiliges Herz war gebrochen. Er lag in der Felsengruft be-graben, ein Raub der Verwesung. Auch seine Asche gönntensie nicht mehr den verlassenen Geliebten. Ein Felsstein ver-rammelte das Grabgewölbe, und der Eingang ward mit Siegelnverwahrt.

Doch welch Erstaunen, welch Entsetzen! Ein Erdbebenmachte Jerusalems stolze Paläste zittern und sprengte dieGräber. Jesus Messias lag nicht mehr in der Gruft derTobten; er wandelte öffentlich durch das Land, und erschien