die finstern Gewitter des Schlachtfeldes nmthr'g hinausging, umseinen Mitbürgern Sicherheit, seinem Vaterlande Freiheit zuerkämpfen; der sich in die offenen Arme des Todes stürzte, umEigenthum, Lef>en und Unabhängigkeit der Seinigen zu retten.Er verdient allerdings den Ruhm der Nachwelt. Aber Anderebei andern Völkern haben eben so heldcnmctthi'g gethan, wie er,und nicht selten noch größer gehandelt. Er that, was er großvollbrachte, nicht für euch — sondern nur für sem'e Zeitgenossen;nicht für die Zeitgenossen alle, sondern nur für die wenigen,welche einerlei Vaterland mit ihm hatten.
Ihr bewundert den kühnen Geist des großen Mannes,- der eswagte, auf dem ungestümen Weltmeere hinauszuschiffen, um' neueWelttheile zu entdecken und unsere Kenntniß von den Würdendes Schöpfers zu erweitern; der Hunger, Sonnengluth und Frvf?nicht scheute, nicht den Zorn wilder Menschen und Thiere innie gesehenen Gegenden, um uns die edeln Früchte entlegenerHimmelsstriche zu erobern, und unser irdisches Dasein mit neuenBequemlichkeiten zu verannehmlichen. Aber nach ihm beschifftenauch Andere, und oft mit größerm Glück und Muth, die vonihm erforschte Bahn. Sein Ruhm und Preis schwebte ihmmitten in den Gefahren vor Augen, nicht die Liebe und das HeilAnderer. Nur für seinen Fürsten, nur für sein Volk wagte ersich in die Tod drohenden Stürme hinaus, nicht für die Genossenanderer Völker und anderer Zeiten.
Nur Einer war auf Erden—der brachte alles Glück seinerTage, die Ruhe seiner Stunden, sein Blut endlich selbst, freiwilligmit himmlischer Seelengröße zum Opfer dar — nicht zum Besteneines Fürsten, nein, auch zum Wohl des Geringsten unter denSterblichen! Nicht zum Heil seines eigenen Vaterlandes, sondernzum Wohl aller Völker unter der Sonne! Nicht zum Vortheilderer, die zu seiner Zeit lebten, sondern zum Segen der spätestenZeitalter! Nicht für seinen eigenen Ruhm, sondern für die Ver-hcrrlichung der Gottheit und für die Seligkeit des Menschen-geschlechts!-Und dieser Einzige ist Jesus Christus! —
Auch Christus starb, und den schmachvollsten aller Tode,wie den glänzendsten: er starb am Kreuze für unsere