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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
444
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Weise erhebe und begeistere. Aber welches Wohlthäters Tagverdient mehr von allen Sterblichen gefeiert zu werden, als derVollendungstag des erhabenen Erbarmers einer ganzen Welt?Welches Denkmal ruft größere Erinnerungen, in unsere Seeie,als das aufgcpflanzte Kreuz, das stille Sinnzeichen eines Welt--erlösertodes?

Ihr gefühlvollen Seelen, die ihr bei den Thaten aller Cdelnder Vorwelt von edler Begeisterung glühet, vereiniget euch mitmir, dem Größesten, dem Göttlichen die Opfer der Ehrfurcht,Bewunderung und Liebe darzubringen! Denn Keiner hatihm geglichen; Keiner wird ihm jemals gleichen unter denMillionen der Erschaffenen, die auf Erden lebten oder lebenwerden, bis sie wieder untergeht.

Wer sind die großen Männer, deren Andenken, o Sterbliche,euch so werth geblieben ist? Was haben sie Erhabenes geleistet,daß ihr so ehrfurchtsvoll ihren Namen rüHmet, während ihroft gleichgültiger, oder wohl gar schüchterner, den NamenJesu, des Welterbarmers, aussprechct? Warum begehet ihr dieGedächtnißtage ihrer Thaten mit größerm Pomp und feierlichermGemüth, als den Gedächtnißtag des Opfertodes Jesu, dessenHerz liebend für euch brach?

Ihr bewundert den Weisen des AlterthumS, aus dessenSchule die größten Feldherren, Staatsmänner und die einsichts-vollsten Lehrer der Völker hervorgingen; der der Abgötterei seinerZeit den Krieg ankündigte; der die durch falsche Träumereien undSpitzfindigkeiten verwirrte Vernunft wieder in ihre Rechte ein-sctzte; dessen goldene Sprüche die Lebcnsregeln aller Edeln wurden;der muthig den Giftbecher austrank, mit welchem ihn seine blindenZeitgenossen zu strafen gedachten, weil er ihre Götzen verachtete,und den allein wahren, unsichtbaren Gott ehrte, den er in seinerBrust ahnete, und für den er ein frommes Leben lebte. Er starb,aber er starb für sich lind seine Grundsätze; er lebte, aber er warmenschlicher Gebrechen nie ganz frei; er lehrte groß, aber auchAndere haben mit seinem Geiste und oft noch erhabener gedacht.

Ihr bewundert den Helden, welcher die Freuden des Lebensverschmähte, um seinem Vaterlande Ruhm zu erwerben; der in