Schöpfung, und die Herrlichkeit Gottes strahlt glänzender mir-Als seinen Werken entgegen.
So lag, ehe Jesus erschien, ehe Jesus sich opferte, die Geister-welt gleichsam erstarrt in todter Winternacht. Die Menschheitwankte unter Finsternissen und Jrrthümern dahin. Kein StrahlDer Offenbarungen leuchtete herüber zu uns aus dem geheimniß-vollen Dunkel der Ewigkeiten. Die Weisheit der Weisesten warnur verworrenes Traumwerk; ihr höchstes Licht nur eine furcht-same Ahnung.
Da erschien Jesus! und eine Frühlingssonne leuchtete inDie Dämmerungen der Geisterwelt. Da starb Jesus! und seinTod schloß die Pforten des ewigen Lebens und der himmlischenVollendung auf. Es war keine Nacht mehr; es war kein Todanehr. Der Staub ward nicht mehr vergöttert; er stürzte von denAltären, er stürzte von den Thronen. Das Ewige triumphirte.Die gesammte Menschheit konnte nun gen Himmel rufen:'Vater! — konnte in die Fernen der Ewigkeit mit freudigem
Angesicht schauen und rufen: unser! -Das Grab Jesu
ovard die Wiege unserer Seligkeit!
Weiter/ als die Sterne sich schwingen,
Fliege der Schöpfungen Zubelgesang;
Heil dem Sieger und Ehre zu bringen,
Jedes dem Sohne, dem Ewigen Dank!
Wie liegt er, der Thron der Hölle, zertrümmert!
Des Himmels Schwester, wie schimmert,
Wie wird die Erde so schön!
Du neues Eden des Gottes der Götter,
Frohlocke, Schwester, denn wir seh'nVollenden sein Werk den Mcnschenerrctter!
Die menschliche Dankbarkeit errichtete von jeher und unterLlllen Völkern ihren Wohlthätern, Lehrern, Helden und WeisenAltäre, und ihrem Andenken kostbare Bildsäulen. Ihr sehetnoch, in welche Länder euer Fuß tritt, die großen Namen derVorwelt gefeiert, und die Ehrenmale verdienstvoller Männerglänzen. Jedes Volk rühmt sich der seinigen.
Es ist billig, daß sich die dankbare Gesinnung der Enkel alsogegen ihre herrlichen Väter äußere; es ist schön, daß sich derMuth der Kinder zur großen Tugend ihrer Vorfahren auf diese