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Es ist möglich, daß, wie ich an Jahren zunehme, ich auchan Einsicht, Ehre, Vermögen und Wohlstand gewinne. Aberohne Weisheit sind die Mittel unbrauchbar; ohne Weisheithalte ich sie für das Glück selbst, das ich doch erst durch siebewirken kann.
Weisheit Jesu! beselige mich. Meine Stunden verrinnen,— ich sehe, wie viele Menschen um mich her im Jrrthumwandeln; sehe, wie sie, statt ihre Freude, ihr Leid bauen;sehe, wie sie nur Schatten umarmen, Schatten festhalten wollen,die, wie Alles, so der.vergänglichen Zeit unterworfen, vorüber-fliehen. Warum sehe ich dies, ohne klüger zu werden? Habeich nicht selbst oft Schatten umarmt, und mein Elend gebaut?
Weisheit Jesu, beselige mich! Venn es ist doch in keinemAndern wahres Heil zu finden; cs ist doch kein anderer Wegzur Seelenruhe, zum unerschütterlichen Glück, zum Siegenüber des Lebens Ungemach, zum Vereinigen des Hierseins mitdem Dortsein, kein anderer Weg zu Gott. Beselige mich, daßich mich nicht ferner selbst täusche, daß ich kein Glück mehrsuche, als in meiner Tugend, keine Lust, als in der Erfüllungmeiner Pflichten, daö-heißt, des göttlichen Willens.
Ist Gott die erhabenste Weisheit,, so ist auch, was er be-fiehlt, das Weiseste. Und wer den Willen Gottes thut, hat diehöchste Weisheit in sein Eigcnthum verwandelt. Danach ver-lange ich. Rur das hilft mir. Nur dazu, mein Vater, meinGott, verleihe mir gnädig Kraft. O mein Vater, erhöre mich,ich flehe um mein ewiges Heil durch Jesum Christum Dich an!Amen.