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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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Er st e in einem weniger glänzenden Beruf, als der Lctzte ineinem vornehmem Stande zu sein!

Ist aber deine Berufswahl schon gethan, oder mußt du eineWahl wider deine Neigung treffen, weil dich unüberwindlicheUmstände dazu zwingen: so höre auf, gegen den Stand un-zufrieden zu sein, in den du getreten bist. Nun ist dein GangGottes Wille! Gehe ihn mit Zuversicht, er ist der Gang zudeinem Glücke. Du siehst es vielleicht nicht ein; du wirst csaber einst erkennen und rühmen. An dir nur liegt es, in diesemStande der Achtungswürdigste, Nützlichste und Wohlhabendstez.u werden. Du wirst es werden, wenn du dreier Lehrenrstcts dabei eingedenk bist: Mit «»ermüdetem Fleiße der Voll-kommenste in deinen: Fache zu sein; durch Dienstgefälligkeitund Herzcnsgüte dir Jedermann in deinem Beruf zu verpflich-ten; und nie dich von Gott und seinem Willen zu trennen,denn von ihm kommt allein Glück und Segen auf deinen Beruf.

Ja, auch in deiner dir unangenehmen, aber unabänderlichenLage hast du von deinem Verhängnisse die Vollmacht empfangen,glücklich zu sein, wenn du es sein willst; wenn du Kraft undVerständigkeit genug hast, nicht unaufhörlich gegen dasjenigeanzustreben, was du doch nicht abändern kannst; wenn du Muthgenug hast, deinen Eigensinn zu brechen, und den Winken derGottheit zu folgen, die dich wahrlich absichtlich in diesen deinengegenwärtigen Stand cinsttzte.

Ehrgeiz und kindischer, gegen das Unmögliche kämpfenderEigensinn ist es, was dich mit deinem Zustand unzufriedenmacht. Fürwahr, es ist nicht dein Zustand, dein Beruf, derdich unglücklich macht. Siehe umher, wie viele Tausende lebenfroh in demselben, und haben doch alle noch nicht die mannig-faltigen Vortheile, welche dir dabei verliehen sind. Aber deinEigensinn, dein Mißmuth macht dich nur noch viel unempfind-licher gegen das Gute, was deine jetzigen Verhältnisse gebenkönnen; so verlierst du selbst die Freudentage muthwillig, diedich anlächeln würden, wenn du weiser wärest.

Keiner kann in der Welt den Stand, die Rolle haben,welche er will Gott wählt! Er weiß an: besten, was in