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39.
Die Wahl der Lebensart und des Berufs.
Mark, t, ir — is.
Mein LooS in dieser WeltSei stets/ wie Gott gefüllt;
, Dich / Vater/ laß ich'« wühlen.
Dann kann es mir nicht fehlen/
Wenn ich nach Dir nur streb«/
In dem Beruf ich lebe.
Erretten Stand und Macht/
Rang/ Anschn/ Gold und Pracht/
Wenn ich nichts EdlerS habt/
Vom Schrecken vor dem Grabe?
Und vor BekümmernissenDas zagende Gewissen?
Wohin / o Gott/ Dein ChristVon Dir berufen ist/
Da kann er Deinen WillenZu Deinem Ruhm erfüllen;
Auch selbst in scmem LeidenDurch Deine Kraft mit Freuden.
Es gibt eine Krankheit, an der viele Menschen leiden: sie heißtUnzufriedenheit mit Stand, Lebensart und Beruf. Diese Krank-heit ist allgemeiner verbreitet, als inan wohl glaubt; sie stiftetrnehr Uebels im Stillen, als man glaubt. Während manchesAngesicht fröhlich lächelt, frißt ein verheimlichtes Gift am wundenHerzen. Man sagt es nicht gern laut. Man weiß, die KlageLei fruchtlos. Aber dennoch läßt man sie zuweilen etwa untervertrauten Freunden laut werden; man hört vou den Nicht-beglückten zuweilen in einem Seufzer die Worte entschlüpfen:Hätte ich statt meines jetzigen Berufs einen andern wählenkönnen, ich würde ein ganz anderer Mann sein!" Oder: „MeineTalente, meine Neigungen passen nun einmal nicht zu den Ge-schäften, zu welchen ich verdammt bin!" Oder: „In jedemandern Berufe wäre ich glücklicher gewesen, als in dem, wassch jetzt treibe» muß!" Oder: „ Ich ward durch allerlei Um-stände zu diesem Stand, zu dieser Ehe gcnöthigt, davon ich