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wirke, Segen, Wohlstand, Frieden und Freude um mich'herverbreite, so weit meine Kraft ausreicht.
Mag doch ein Kind zum Preis seiner Aeltcrn glänzendeFeste begehen, es liebt dennoch'seine Aeltern nicht, wenn esdem Willen derselben ungehorsam ist, und nicht ihre Gebotethut. Mag doch ein Kind gegen Vater und Mutter mit denbesten Gefühlen erscheinen, schmeicheln, seufzen, sich demüthigen,küssen, voller Sehnsucht nach ihnen sein — es liebt dennochVater und Mutter nicht in Wahrheit und Aufrichtigkeit, wennes die Lehren der Mutter zu schwer findet, und die Gebotedes Vaters nicht halten will. So, o mein Vater im Himmel,empfindeich es wohl, daß ich, um dich wahrhaft zu lieben, unddiese Liebe zu bezeugen, Deinen Willen bei allen Anlässen meinestäglichen Lebens erfüllen muß.
Und das will ich! O verleihe mir zu der Größe dieses er-habenen Willens auch Größe der Kraft. Ja, auch diese verleihestDu! Nie ist der Mensch zum Gutesthun zu schwach, wenn eres nicht selbst sein will, und das Vermögen nicht mißbraucht,welches Du ihm verliehen. So will ich denn liebevoll handeln,weil ich Dich liebe; so will ich denn edel und nützlich wirken,Frieden und Wohl befördern, wo ich kann, weil das göttlichist. Und wenn ich an jedem Tage auch nur einem Menscheneine Freude machen kann, so wird mir werden, als hätte ichschon viel gethan. Ach, wie mancher Tag ging hin, an welchemich statt Freude Betrübniß verursachte! Ach, wie manchen Taghabe ich verloren! Wie oft vergaß ich Gott zu lieben!
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