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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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35.

Eine Sünde ist der andern Mutter.

Spr. Sal. 4/ is.

Der Sünde Gift bleibt ewig Gift,

Und tödtct mich und wen c§ trifft.

Und kränkt auf tausend Weisen.

Nur eine Thal, ein Blick, ein WortWirkt) hindern wir'S nicht immerfort,

Zn immer weitern Kreisen.

Gott, gib mir Weisheit, gib mir Rath,

Wo ich je Böses sprach und that,

Das Unrecht zu verhüten.

Gott, gib mir Ernst, mir^Hcldcnkraft,

Vor jedem Werk der LeidenschaftMich aufmerksam zu hüten.

Denn reizend dünkt der Sünde Kuß,

Süß einer Leidenschaft Genuß,

Und was sic uns mag wecken;

Doch wenn sie uns, umsonst gewarnt,

Mir ihren Netzen ganz umgarnt,

Sind ihre Folgen Schrecken

Ä?arum denn denkt Mancher bei sich warum auch dasewige Besuchen der Kirchen? Weiß ich nicht schon längst, wasmir in der Predigt gesagt werden kann? Warum denn soll ichvon Zeit zu Zeit erbauliche Schriften zur Belehrung und Ver,besserunz des Herzens lesen? Ich finde da nichts, was ich nichtschon längst gewußt hätte. Wird uns nicht die christliche Tugend-lehre von Jugend auf verkündet und eingeprägt? Und habe iches denn so nvthig? Es mag sein, daß ich nicht ein ganz voll,kommenes Wesen bin; aber das werde ich auch schwerlich werdenkönnen, und wenn ich auch noch so viele Predigten oder religiöseBücher lesen würde.

So denkt Mancher bei sich; Andere haben auch wohl denMuth, cs zu sagen, weil sie glauben, eine Wahrheit gesagt zuhaben.

Es ist allerdings nicht zu bezweifeln, daß die meisten er-wachsenen Menschen wohl den ganzen Umfang ihrer Pflichtenkennen. Allein ist das, was nun Sache des Gedächtnisses