Druckschrift 
5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

Welt bin; daß ich zwieträchtig bin mit mir selber, mit Dir,mit meinem Gott. Ich werde von meinen Jrrthümern um-kehren zu Deiner Wahrheit. Wer in Deinem Geist denkt undhandelt, der ist in Dir, und hat das ewige Leben. O dazu .hilf mir! Amen.

ZZ.

Streben nach äußerer Schönheit.

Sir. »t, 22.

Gott schmücket seine weite ErdeMit neuer Schönheit jede»' Jahr,

Daß sie der Freude Schauplatz werdeFür seine Menschen immerdar.

Thal, Hain und Flur ruft uns entgegen:

Gott liebt die Menschen, di- er schuf;

Genießt, genießt de« Vaters Segen,

Dies ist der Sterblichen Beruf.

Folgt diesem Ruf und nehmt die FreudeMit frohem Sinn, die Gott euch beut;

Freut euch, so oft im BlumenkleideSich rings um euch die Flur erneut;

Go oft im Sommer reicher »ehrenGoldschimmcr euch entgegenblinkt;

So oft im Herbst aus traubenschwerenWcinhügeln Gottes Segen winkt.

Und Töchter Gottes, Gottes Sohne,

Schönheit ist seines Segens Kleid!

Zum Guten fügt auch ihr das Schöne,

Zum Nützlichen die Lieblichkeit :

Wie Gott sich selbst im Staub verkläretDurch Wunderrcize hoher Pracht,

So werd' auch, wenn'» gleich flüchtig währet,

Dem Schönen gern rin Wunsch gebracht.

§)ft haben christlich-fromme Eiferer, welche in der Ver,schmähung alles Irdischen zu weit gingen, nicht nur Jedengetadelt, der entweder seinem Körper ein gefälliges Ansehen zugeben bemüht war, oder überhaupt Wohlgefallen an demäußerte, was reizend für die äußern Sinne erscheint: sondernselbst die Werke solcher Künstler als unanständig, thöricht,.zeitverschwendend verachtet, welche durch Verzierung unserer