Druckschrift 
5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
306
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Zeiten stört. Das ist der Frieden in Jesu. Darum hat er unsseine Offenbarungen, seine Lehren gebracht, daß wir Friedenhaben sollen in ihm. Er ist das Licht, welches uns leuchten soll;er ist, das heißt, seine heilige Denkart, der Weg der Wahrheitund des Lebens, der uns zu Gott führt. Unsere Fehlerhaftigkeit,unsere Sünden sind unsere Entzweiung mit Gott. Ohne Gottist kein Frieden, nur durch Jesum finden wir ihn. Darumheißt er der Heiland, der Versöhner, der Seligmacher.

O Fürst der Geister, Sohn Gottes/ der Du in das irdischeLeben tratest, Deine verlornen Brüder zu suchen, um ihnen denFrieden mit Gott, die Kindheit und Einheit mit dem Vater Allerwieder zu geben, auch meiner gedachtest Du! Es ist keinHeil für mich, als in Dir; kein Frieden auf Erden und in denHöhen, als in Dir.

Vergeblich suche ich meine irdischen Verhältnisse zu ändern,meine Lage zu bessern, wenn mein ganzes Sein und Leben mehrmit der Welt verflochten ist, als mit Dir. Denn in der Weltund in Allem, was ich mir von ihr wünschen kann, ist nurAngst. Selbst die Freude der Aeltern an ihren Kindern, selbstdas Vergnügen der Freundschaft, selbst das stille Entzückenreiner Liebe gibt nur Angst. Denn was unterm Monde wan-delt, muß vergehen. Auch die treuen Aeltern müssen von ihrenKindern scheiden, auch das zärtliche Herz der Freundschaft und- der Liebe bricht im Tode.

Aber Du hast die Welt überwunden Frieden ist in Dir.So will auch ich die Welt überwinden, dann finde ich Ruheund Seligkeit in Dir! Und bricht das Herz der Freundschaftund der Liebe: ich weiß, daß die Geister unsterblich fortlcben,und mit ihnen lebt die treue Liebe fort. Nicht was Staubist, nicht die Körperhülle, ist Alles; nicht den Staub soll derGeist umarmen, sondern den Geist.

O du Licht meines Lebens, so erhelle meinen Pfad zurGottheit, zum Urquell alles Lichts. Laß mich nie von Dirweichen; nur mit Dir ist Erhöhung und Frieden. Empfindeich Unruhe und Angst, Sorge, Neue, Verdruß und peinigendeBegierde: so weiß ich, daß ich nicht in Dir, sondern in der