In ihren schlechten Werken zeigen sie ihren schlechten Glauben.Denn das Reich Gottes stehet nicht in Worten; sondern inder Kraft!
Lassen wir uns nicht irre machen durch diejenigen, welchemehr von Gott und göttlichen Dingen, mehr von Jesu Christound seiner Person, mehr vom Zustand und Schicksal der Seelennach dem Tode, als wir, zu wissen glauben. — Denn das^Evangelium ist keine dunkle Wissenschaft, sondern voll gött-licher Wahrheit, einleuchtend jeglichem Verstände, und mitihren Schätzen selbst nicht dem Kinde verschlossen. Das Evan-gelium von Christo soll uns nicht gelehrter machen, und reicheran Erfahrung aller Art, die für dieses Leben nützlich ist, gleichandern Wissenschaften, Künsten und Handwerken; das Evan-gelium stehet nicht in Worten, sondern cs ist eine Kraft Gottes,welche selig macht alle, die daran glauben.
So wie die ächte Jesusreligion von Seiten des Menschennicht bloß in einein Glaubensbekenntnisse, in Worten, in Zere-monien besteht, sondern in Kraft, das heißt in Werken derFrömmigkeit, in gottgefälligen Thaten: so ist das Evangeliumwieder von Seiten Gottes eine himmlische, scelenerhebendeWirkung auf uns, eine Kraft Gottes, die unser ganzes Inneres,unsere Gedanken und Gefühle durchdringt und beseligt.
Wer im Sinne Jesu denkt und handelt, der lebt in Jesu;dem wird sein Evangelium zur wunderbaren Gotteskraft, durchwelche er mächtig ist zu allem Guten, Großen und Heiligen;den stärkt die Heiligkeit seines Bewußtseins auf allen Wegen,in allen Unternehmungen; der fürchtet keine Unfälle, denn erist mit Gott, und wandelt auf Erden schon im Gottesreiche;der fürchtet in dem, was er Gutes leisten will, keine Gefahren,keine Hindernisse: denn Gott ist durch ihn mächtig, und di?geringsten Mittel sind groß genug, das Nützlichste und Heilsamstezu vollbringen, so schwer es auch anfangs ausführbar zu seinscheint; der fürchtet keinen Menschen, sondern groß durch einunentweihtes Gewissen, mit dem er froh dasteht vor dem all-gegenwärtigen Gott, tritt er unverzagt Jedem, auch seinemFeinde, auch dem Mächtigsten, unter die Augen; der fürchtet