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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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gottseligen Wandel von sich entfernen! Jrreteuch nicht,Gott läßt sich nicht spotten! Nicht an ihren Worten,an ihrem andachtvollen Aeußern, nein, an ihren Werken, anden Früchten ihres Glaubens, sollt ihr sie erkennen.

Denn Vas Reich Gottes stehet nicht in Worten, sondern inder Kraft. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Es ist aber keine Kraft, wo nicht dieselbe durch Thatengezeigt wird. Darum spricht die heilige Schrift: Seid aberThäter des Worts und nicht Hörer allein, damit ihr euch nichtselbst betrüget. Was hilft es, lieben Brüder, so Jemand sagt,er habe den Glauben und hat doch die Werke nicht? Kannauch der Glaube allein selig machen? Der Glaube,wenn er nicht Werke hat, ist todt an ihm selber. Du glaubst,daß ein einziger Gott sei. Du thust wohl daran; die Teufelglauben es auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitlerMensch, daß der Glaube ohne Werke todt sei? (Jak. 1, 22;2. 14. 17. 19. 20.)

Lassen wir uns also nicht irre machen durch diejenigen,welche glauben und behaupten, wenn sie viele Worte machen,sie haben den Glauben und das Verdienst Jesu, und verkündenihren Glauben, treiben aber in der Stille Wucher und dirWerke des Geizes; übervortheilen ihre Nebenmenschen; ver-dammen sic als Weltkinder; entehren sie mit Verdächtigungen^,helfen nur denen, die mit ihnen gemeine Sache treiben; hassendie, welche nicht so denken, wie sie; o wahrlich, ihrer issnicht das Himmelreich, denn in ihnen wohnt nicht die LiebeJesu gegen alle Menschen, nicht der hohe Geist des Allerbarmers,der auch für die Sünder starb.

Lassen wir uns also nicht irre machen durch die, welche seltenin den Kirchen, bei den Sakramenten, in den häuslichen Bet-stunden und frommen Zusammenkünften, bei Wallfahrten undMessen fehlen, aber in ihrem Herzen Böses treiben; mit ihrenFüßen nach Ruhm und Auszeichnung laufen; mit ihren Augennach verbotenen Früchten gelüsten; mit ihren Lippen spotten,und andere Menschen verkleinern; mit ihren Händen lieber-nehmen, als geben-ihrer ist nicht das Himmelreich!<