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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
227
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mit christlichem Muth, und bezeichne deinen Abscheu ohne Hehl.Wer Christum bekennen will, soll der Hölle keinen Weihrauchstreuen. Wer Gott dienen will, soll nicht der Diener fremderGötzen sein.

Nur der Gerechte in Denkart, Urthcil und That ist Gott lieb,Den Edeln theuer, und selbst den Verworfensten ehrwürdig.

O Vater der Tugenden, o Gott der Wahrheit! stehe DuMw bei mit Deinem heiligen Geist, daß ich Dir nie treuloswerde! Amen.

24 .

Erinnerung an die ersten Gelübde.

Offenb. Joh. 2, ä.

Herr, Dir gelobe ich aufs Neue' Mich ganz zu Deinem Eigenthum;

Mein Denken und mein Trachten weiheIch Dir, o Gott, zum Heiligthum!

Von Dir, von Deinem Geist allein,

Will ich hinfort geleitet still.

O Vater, nimm von Deinem KindeDas herzliche Versprechen hin:

Versucht sich je an mir die Sünde,

So will ich ihre Netze flieh'n.

Weich', Lust zum Bösen, Sünde, weich',

Gott hört cs, ich entsage euch!

Ja, ja, Gott höret mein Versprechen,

Tief blickt er in mein Herz hinein:

Sollt' ich je mein Gelübde brechen:

So würd' er einst mein Richter sein.

Hilf, Gott, daß nie mein Herz vergißt.

Wie strafbar jeder Rückfall ist.

Es wird Keiner sein, der sich nicht selbst gestehen müßte: EsHab eine Zeit, da war ich frömmer als jetzt! Es gabeine Zeit, da war mein Herz unverdorbener und für das Guteweit reizbarer, als jetzt; mein Gebet floß inbrünstiger auseinem tiefbewegten Gcmüthe hervor; meine ganze Seele war-gleichsam inniger mit Gott verwandt, und selbst das Irdischeschien mir heiliger und verklärter durch die Religion zu werten.