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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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zu suchen, deren Kostspieligkeit dein Hauswesen zu Grunderichten muß. Ein allzutheucr bezahltes Vergnügen hört auf,Vergnügen zu sein, weil es zum Verbrechen gegen die Heiligkeitdeines häuslichen Friedens und Wohlseins wird. Selten ver-leitet uns aber zu solchen mit unverhaltnißmäßigem Aufwandverbundenen Vergnügungen der Mangel anderer Gesellschaft,sondern unser Hochmuth, unsere falsche Ehrbegierde, oder irgendeine andere Leidenschaft. Wer aber einer Leidenschaft fröhnt,sei es Glanzsucht, Spielsucht, oder eine andere, gleicht einemRasenden, der, um sich eine Stunde lang am Feuer wärmenzu können, sein ganzes Haus in Flammen setzt. Und was thutderjenige, welcher für einige fröhliche Stunden seinen häus-lichen Wohlstand zu Grunde richtet, daß er nachher Jahrelang darben und kümmern muß?

Leider ist dieser Fehler, nein, dieser freudenmörderischeWahnsinn, heutiges Tages so herrschend. Wie wenige verstehnsich auf Len hohen Werth des häuslichen Glücks! Wie leicht-sinnig bringen cs viele Thoren ihren kostbaren Vergnügungenaußer dem Hause zum Opfer! Um vor fremden Augen zuPrunken, darben sie daheim elend mit den Ihrigen. Um infremden Zirkeln zu glänzen, lassen sie ihre Kinder daheim ver-wahrlosen. Um sich auswärts zu zerstreuen, stürzen sie sich inVerzweiflung und Sorgen bei den Ihrigen.

Der Hang zur Gesellschaft und zu den Freudendes Umgangs, so löblich er auch sein mag, werde dirrrie zur Leidenschaft. Er halte dich nie von heiligen Pflichtenab, unterbreche nie deine ernstern und nöthigern Geschäfte, oderhindere dich, ihnen mit allem Eifer obzulicgen, den sie von dirfordern. Nur wer mit dem frohen Bewußtsein in die GesellschaftDer Freunde geht, sein Tagwerk gethan und eine Freude ver-dient zu haben, kann das Vergnügen anständiger Erholungenharmlos und mit voller Seele genießen. Wehe dem, der inGesellschaften eilt, um den Vorwürfen seines Gewissens, um derAngst seiner gerechten Sorgen, um der Unzufriedenheit mit sichselber zu entrinnen! Er bringt sich seinen Freunden nur halb.Böse Erinnerungen werfen bittere Wermuthsrropfcn in den Kelch