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A e l t e r n v e r e h r u n g.
Ephes. 6, t—r.
Von Sina's wcttcrvollcm FelsErschollt: (wer Ohr hat, höre!)
Bezeugt, ihr Söhne Israels,
Den Acltern Lieb' und Ehre!
Wer lang und glücklich l,ben will,
Gehorche froh, gehorche stillDen Acltern, glc>.h den Göttern.
O Vater aller Kinder, gib -Den Kinderhcrze>: Liebe!
Zum freudigsten Gehorsam Trieb,
Zu allem Guten Triebe;
Sei Du, den nie mein Auge sah,
Zn Acltern sichtbar und uns nah,
O unser ew'gcr Vater!
^)lbt es auf Erden ein festeres, innigeres Band, als jenes heilige,welches das Herz der Kinder an das Herz vcrer fesselt, denensie ihr Dasein auf Erden schuldig sind? Haben wir selbst fürden erhabenen Schöpfer des Weltalls einen zärtlichem Namen,als welchen wir von unfern irdischen Acltern entlehnen? —Vater, so rufen wir zum höchsten Wesen, und wissen keinensüßem Namen, keinen zu erfinden, der unserm Herzen wohl-thuender wäre. — Der Vater- und Muttername ist das erste,was wir auf Erden stammeln lernten; das erste, was unsUnmündigen einst Freude und Trost gab. Ach, cs ist schongenug, das Unglück eines Kindes zu schildern, und selbst schonharte Gemüther zur Wehmuth zu bewegen, wenn wir sagen.-es ist eine Waise, von Vater und Mutter verlassen!
Gibt es ein festeres, ein innigeres Band auf Erden, alsjenes heilige, durch welches die Hand der Natur, die Handder Gottheit das Herz des Kindes an das Herz der Aclternbindet? — Zwar schön sind auch die Verbindungen der Freund-schaft und Liebe, welche der Mann mit dem Manne, das Weibmit dem Weibe schließt; süß ist es, seine Freuden mit einem