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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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nicht von Gott abfalle; nicht von Dir, o mein Jesus, meinhimmlischer Lehrer, durch dessen Wort ich mich heiligen will.

Wie kann doch alle Süßigkeit, die eine unerlaubte Hand-lung, ein verbotener Wunsch gewährt, den Menschen für dieMarter einer beständigen Angst, einer unvermeidlichen Selbst-verachtung schadlos halten? Wie kann doch eine flüchtige, nurmit bangem Herzen genossene Lust Ersatz sein für hundert, Stunden der Reue?

Nein, nein, mein Gott, mein heiliger Vater, nicht ver-gebens legtest Du den Richter meiner Gedanken, Worte undWerke mir ins Herz. Des Gewissens Stimme ist DeineStimme: sollte ich sie jemals verschmähen? Nein, und sollte csmir auch noch so bitter angehen, meine frevelhaften Begierden zuüberwinden, meine unanständigen Neigungen zu bekämpfeno Gott, höre das feierliche Gelübde meiner Seele: ich will reinund vorwurffrei bleiben; ich will den Spott der ganzen Welt,ich will Arinuth, ich will Hunger und Elend, ich will den Todlieber tragen, als eine einzige Schuld, die mich vor mir selbstentehrt. Darf ich nur muthiger zu Dir aufschauen: was achteich dann der Menschen? Bin ich mir nur Deines Beifallsbewußt, so habe ich schon Seligkeit.

Ach, diese Empfindungen, diese Entschlüsse, die mich jetztschon so froh machen, daß sie doch nie aus meinem Gedächtnisseweichen! Wie froh will ich dann das Glück des Lebens ausDeiner Hand empfangen, wie freudig dann in jedes Verhängnisgehen; wie hoffnungsvoll und selig einst mein Auge im Todeschließen!

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