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Boden wirst, süße er auch auf Thronen, und ständen gewaffneteHeere e hne Zahl zu seinem Schutze um ihn her.
Es ist das göttliche Gesetz dessen, was gut undwahr und gerecht ist, in aller Menschen Gemüthgeschrieben. Daher zeugt auch selbst bei den Heiden dieStimme des Gewissens, und über jedes unserer Werke ver-klagen oder entschuldigen sich unsere Gedanken unter einander.(Röm. 2, 14. 15.)
Das Gewissen lehrt! Es lehrt auch den Unwissenden,was er thun müsse. Niemand darf sich vor der Welt, nochweniger vor sich selbst, am allerwenigsten vor Gott dem All-wissenden wegen seiner begangenen Fehltritte entschuldigen, daßer nicht gewußt habe, was recht oder unrecht sei.
Das Gewissen lehrt! Es ist unbestechlich, cs richtetgerecht. Folgst du diesem heiligen Gefühle des Guten, sowirst du nie absichtlich irren, nie wissentlich Böses thun, undmit dir selbst in stiller Zufriedenheit sein. — Horche auf dieStimme dieses Lehrers, mag auch deine Sinnlichkeit noch so ver-führerisch dagegen schreien. Horche auf die Stimme, besondersin zweifelhaften Fällen, wo du von ganz entgegengesetztenNeigungen irre werden könntest, wo dein Vortheil vielleichtnicht ohne Ungerechtigkeit gegen Andere bestehen kann; wo dugroßes Gutes stiften könntest, wenn dein Eigennutz, deine Eigen-liebe sich dafür Hu irgend einer Aufopferung verstehen wollte.Du sinnest vielleicht auf Rache gegen einen Menschen, dem dunicht wohl willst; dein Gewissen spricht: Sei edler, als er,und beschäme den Elenden nrit Großmuth! — Vielleicht ver-wirren unanständige Begierden deine Sinne; dich lockt dieWollust zu einem Verbrechen, zu einer Ausschweifung; deinGewissen ruft: Verwegener, willst du das Gift des Lasters indie Brust der Unschuld werfen? Willst du, gleich Satan, einParadies zerstören? — Vielleicht gelüstet dich nach fremdem,Eigcnthum, vielleicht nach ansehnlichem Vortheile, der durchleichten Betrug zu gewinnen wäre; dein Gewissen ruft: haltein, und laß den Vortheil fahren, der dich vor dir selbstVerächtlich machen muß!