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Nachhall alter Kindermährchen. Er will sich über das erheben,was ihm Vorurtheil zu sein scheint, übt im Geheimen seineSünden, und blickt höhnisch umher und fragt: wo ist derRichter, der mich richtet? Die innere Stimme ruft: Wälzeeine Welt über deine Sünden, sie kommen dochfrüh oder spät an das Sonnenlicht! — Umsonst wirfter sich in die stürmischen Lustbarkeiten der Welt: er trägt überallden Feuerbrand im Herzen mit sich herum, einen Funken derHölle, der ihn heimlich verzehrt. Umsonst will er sich von derheiligen Weltordnung losreißen, in welcher nur das Gute ge-deihen, das Böse nur Verderben zeugen kann: eine unbekannteMacht reißt ihn mit.sich fort, und bindet ihn und seine Thatenan diese ewige Weltordnung. Verderben quillt aus seinen ge-heimsten Sünden. Er kann cs nicht wehren. Er ist auf immer-währender Flucht vor sich selbst; die Unruhe vernichtet seinganzes Wesen, Gott ist allgegenwärtig!
Umsonst, verleumderischer Neid, verfolgst du die Wahrheit,und willst dem Verdienst seine wohlerworbene Krone entreißen.Was dein Mund verlästert, das muß wieder seinen Willen deineigenes Herz ehren, und du endest mit der Schande der Welt,die sich über dir häuft.
Umsonst, herzloser Tirann, verfolgest du die Unschuld, umdeine eigenen Verbrechen zu rechtfertigen; umsonst verfolgestdu sie mit falschen Zungen und falschen Eiden, umsonst mit be-stochenen Gerichten, mit schimpflichen Kerkern, mit allen Foltern:du beugst sie nicht. Sie lächelt kühn dir in das gleißncrischeAngesicht; sie lächelt mitten in den Thränen ihres Schmerzes,während du mitten in deinen Triumphen zusammenschauderft;sie steht freudig in ihrem Kerker, während du angstvoll an derschwelgerischen Tafel bebst. Schleppe sie auf das Blutgerüst;ihr Tod ist ihr Sieg, und ihr Sieg ist deine Verdammung.
Das ist die Macht d^s Gewissens, welche, wie einunsichtbarer Engel, in die Versammlung der Sterblichen tritt,und Wahrheit, Gerechtigkeit und Unschuld emporhält, wärensie auch von aller Welt verlassen; den Verbrecher ergreift, flöheer auch in die entlegenste dunkelste Höhle; und den Sünder zu