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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
143
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Familie, das Schwert zu führen für seines Vaterlandes SchirnwDurch Fleiß, durch Kenntnis), durch Einsicht, durch Unerschrocken-heit, floßt er dem schwächer» Gcschlechte Ehrfurcht und Ver-trauen ein. Je größer sein Verdienst, je sicherer darf er auf dieHochachtung der Töchter und Frauen hoffen, und auf lohnendeLiebe. Das Weib will sich nicht dem Weibe vermählen, sonderndem Manne, der Kraft hat, es zu erhallen und zu beschirmen.Er bedarf keiner andern Künste, um zu gefallen. WeibischeZiererei und Putzsucht, und übermäßige Sorgfalt für dasSchöne in Gestalt und Geberdc, rauben ihm nur seine Würde,statt sie zu erhöhen.

Nur dann, wenn die Nationen sich ihrem Verfall nähern;wenn das Religiöse erloschen ist, und höchstens noch in einmaleingeführten Gebräuchlichkeiten fortdauert; wenn man für grobeLaster feinere Benennungen erfunden hat; wenn Selbstsucht dieGöttin des großen Haufens ist; Redlichkeit Mit Verstandes-schwäche, Sittsamkeit mit äußerm Anstand verwechselt wird;wenn man kein anderes Heiiigthum mehr kennt, als das Ge-heimniß des Eigennutzes; wenn man für nichts mehr lebt, alsfür das Geld, für äußern Glanz, für die thierischen Gelüste desGaumens und der Wollust dann erblickt man auch zahlreicherdie weibischen, zierlichen, unkräftigen Männergcstalten, die denMangel besserer Verdienste durch das .Flitterwerk der Gefallsuchtersetzen wollen, und ihren Ruhm in den Kunststücken begründen,die Unschuld zu verführen, und eitle Weiber zu berücken und zutäuschen.

Ihr seht sie in großen und kleinen Städten, und am meistenunter denen, welche durch ihren Stand, durch ihre Glücks-umstände höhere Pflichten, als alle anderen ihrer Mitbürgerhaben, um für die Ehre, für das Glück ihres Vaterlandes zuwirken. Aber ein zierliches Kleid, ein gekräuseltes Haar, hatihnen mehr Wichtigkeit, als das Edelste, was sie für Welt undNachwelt thun können. Eine neue Mode, die ihrer Gestalt vor-theilhaft scheint, beschäftigt sic mehr, als die erhabenste Kenntniß,mit der sie ihren Geist bereichern könnten; der Spiegel ist ihnenlehrreicher, als das große Buch der Natur, oder als die Werke