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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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überhaupt mehr gibt, als der ausgezeichneten, zum Lehramtwahrhaft geweihten Geister, denen es um nichts als das Gutezu thun ist. Daher rührt die zahllose Fluth schriftstellerischerWerke, welche das Gepräge der Elcndigkeit offen tragen, und dieJrrthümer und Geistes - und Herzensschwächen ihrer VerfasserAndern mitzutheilen bestimmt sind. Daher erkennt man heutigesTages so selten in den Büchern das Zeichen von dem, was sieihres Daseins würdig macht Kraft, Wahrheit, Geistcshoheit,Fülle und Gründlichkeit der Erkenntniß, lebendiges Abspiegelnder äußern und innerer Welt, jenen Strahl der Göttlichkeit,welcher in Lehre oder Dichtung allezeit zu neuer Vollkommenheitdie Bahn erhellt oder das Gemüth entzückt. Nur wo dies derFall ist, da ist das Göttliche der Ursprung des Werkes undwieder dessen Zweck. Und deswegen kann auch noch heute zumTheil gelten, als vortrefflicher Werke Kennzeichen, was Paulusdavon seinem Freunde Timotheus schrieb: Alle Schrift vonGott eingegeben ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung,zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, damit ein Mensch Gottesdadurch vollkommen werde, zu allem guten Werke geschickt.(2. Timoth. 3, 16. 17.)

Das Uebel zu vergrößern, verstehen Wenige mit Aus-wahl, Verstand und Nutzen zu lesen. Sie ergreifen mitgleichein Sinne das Schlechte wie das Gute, lesen ohne Prü-fung und legen das Buch hirpvcg ohne zu fragen oder zu wissen,was sie durch die Mühe des Lesens für Geist und Herz gewonnenhaben. Aber Tausenden P das Lesen keine Mühe, sondern einSpiel, ein Zeitvertreib, eine Schwelgerei, besonders wenn csauf bloßes Beschäftigen und Kitzeln ihrer Einbildungskraft, undauf durchaus nichts Höheres abgesehen ist. Wie Kinder allesNützliche bei Seite setzen, um wunderbare Mährchen anzuhören,die ihnen durch Erweckung von mancherlei Gefühlen und Selbst-täuschung ergötzlich sind: so wird aus gleichen: kindischem Hangbei vielen Erwachsenen das Lesen zur Leidenschaft. DieserFehler, unbekannt in den Zeiten Jesu und seiner Jünger, istheutiges Tages, zumal in großem und kleinern Städten, einerder gewöhnlichsten geworden, und ist die nur allzuselten öffentlich