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13.
Die Lesesucht.
2 . Tim. 3/ 16. 17.
Soll dein verderbtes Herz zur Heiligung genesen,Thrill, so versäume nicht, das Wort des Herrn zu lesen,Bcd-.nke, daß dies Wort das Heil der ganzen Welt,
Den Rath der Seligkeit, den Geist aus Gott enthält.
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Um deines Herzens Muth, des Geistes Recht zu stärken,Ersammle Weisheit dir aus weiser Männer Werken;
Die Hinterlassenschaft, der Schatz der Geisterwclt,
Die vor dir lebt', ist da als Erbthcil ausgestellt.
Jedoch mit Vorsicht nimm, und lies und prüf und wähle,Daß statt der Wahrheit sich nicht Jrrthum zu dir stehle,Denn auch der Thorheit, auch den Lastern dient die Schrift,Und beut, statt Honig, dir des Todes süßes Gift.
Auch das Wachsen in Erkenntm'ß hat seine eigenthümlichen-Gefahren, insofern man dasselbe durch Lesung von BüchernVerschiedener Art befördern will und muß. In jenen Zeiten,als man noch keine andern Bücher hatte, als solche, welche vonEinzelnen Händen geschrieben und wieder mühsam abgeschrieben.werden mußten, wagten es nur vorzügliche Männer, ihre Ge-danken aufzuzeichnen und durch die Schrift auszubreiten. Ob-gleich es auch schon damals nicht an ähnlichen Arbeiten schlechter,selbst schädlicher Art fehlte — denn was ist Vortreffliches unterDem Monde, was nicht der Mensch durch Mißbrauch verdürbe!— so konnten doch werthlose Arbeiten nicht hoffen, lange in derNachkommenschaft fortzudauern, weil sie die Mühe nicht be-lohnten , durch Abschrift vervielfältigt zu werden.
Ein Anderes aber ist es in unfern Tagen, da durch einfacheDruckwerkzeuge das schlechteste, wie das beste Werk mit wunder-barer Schnelligkeit vertausendfacht und in die Welt ausgestreutwerden kann. Jetzt erhält und verbreitet sich dasSchlechtere länger und mehrals ehemals, undNimmt an Zahl in gleicher Menge zu, wie es der mittelmäßigenKöpfe, der Halbgelehrtcn, der Leute mit unedeln Nebenabsichten