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wird er Vorsteher und Untergebener, Gatte und Vater. Darumumschlingt ihn nun das Leben mit allen Kräften, daß er seineKräfte dagegen übe, und sich über das Sinnenleben zum Bessernemporschwinge. Nun soll, was das Kind gelernt, was derJüngling entworfen, in Uebung und That ausgchen. Ihn solldie Freude erheben, wie der Schmerz. Ehre, Wohlstand undalle äußere Herrlichkeit ist Nebensache; ist nur Hilfsmittel undWerkzeug für den Geist, daß derselbe erscheine in seiner gott-ähnlichen, weltbeseligenden Stärke, in Gerechtigkeit, Treue,Wahrheit, Liebe, Großmuth und jeder Aufopferung für dasGute.
Auf gleiche Weise die Jungfrau, die Gattin, die Haus-mutter, die Pflegerin der Kindheit, die Dienerin. Sie ist nichtmehr sich selbst überlassen; sie gehört der Welt mit einer ganzenReihe mannigfaltiger Pflichten an. Sie muß nicht mehr fürsich, sie muß für Andere sorgen. Es ist die Zeit des Handelnsund Wirkens. Was die Hände schaffen, ist eine todte Waare;aber der Geist, wie er in den Werken lebt, das ist das Höchste.
In dem Zeitraum des Wirkens, früher nicht, trat JesusChristus öffentlich auf. Seine Kindheit und Jugend sind füruns verborgen. Am erhabensten ist der Mensch, wenn er sclbst-thätig ist. Das Kind, die Jungfrau und der Jüngling sindleidend. Sie greifen weniger ins Leben ein, als vielmehr dasLeben auf sie hineinwirkt, und sie leitet. Das männliche Alterist der erste Versuch des unsterblichen Geistes, seine Schwingenzu regen — gottähnlich die hohen Werke zu thun, welche Gottfordert — Seligkeit und Wohlsein zu verbreiten. Daherdauert auch dieses Alter am längsten. Es erstrecke sich in seinerKraft von den Zwanzigern den Siebcnzigcrn entgegen. Einweiter Spielraum. Dann tritt noch für eine kurze Frist dasGreisen alter ein.
Da nehmen die Kräfte des Körpers ab — die äußern Sinnewerden schwächer. Der Mensch ist nicht mehr geeignet, imstürmischen Gewühl des Lebens zu stehen; es winkt ihn dieNatur in die Einsamkeit. Der Grenzstein der irdischenLaufbahn ist nahe! Ihm wird die Frist des Greisenthums zu