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geworden. Mühe und Arbeit erfüllten meine Tage; doch waSich baute, zerschlug das Schicksal: was ich sammelte, war derRaub für Andere. Ich bin alt geworden, nun fliehen meineKräfte; nun ich genießen möchte, fehlt mir die Lust dazu. DaSEnde meiner Tage eilt heran, und ich frage mich vergebens:wozu waren sie da?
So klagen die, für welche das Leben niemals eine höhereBedeutung empfangen hatte; die darin keine Verwandtschaftmit dem, was göttlich und ewig ist, erkannt haben. Darum,weil sic Alles so hinfällig und alle Mühe eitel sahen, wurdensie irre am Leben und an sich selbst; sie hatten Mittel undWerkzeug für den Zweck selbst, und die Laufbahn für das Zielgehalten. Sie haben den Schlüssel zum Räthsel ihres Daseinsaußer sich, und nicht in sich selbst gesucht, darum konnten sieihn nicht entdecken. Aber das Dasein, das Leben liegt in unsund nicht außer uns: so sollen wir auch den Zweck davon inunserm Innern, nicht im Aeußcrn suchen. Was in der Weltist, nehmen wir nur wahr, weil^wir leben; aber wir lebennicht, weil eine Welt außer uns dasteht.
Wer nur ein Kind ist, um sich ernähren zu lassen; Mannwird, um Andere zu ernähren; Greis wird, um von seinenAernten sich gütlich zu thun; der stellt sich in die Rang-ordnung der Thiere: er hat keine Ahnungen von demHöhern und Ewigen in ihm selber; darum sicht er sich in allenErwartungen schmerzlich getäuscht. Er ruft: es ist Alles eitel!Es verdrießt ihn das Leben. Sein eigener Geist erkennt dasVerächtliche des Irdischen — aber warum bleibt er dabei stehen,und erkennt sich nicht selbst?
Jedes Lebensalter hat seine eigenthümliche Bestimmung;nicht bloß zum Irdischen, sondern zum Ewigen auch. DieseBestimmung sollen wir nicht verkennen, wenn uns das Lebendeutlich werden soll, so wie die Weisheit dessen, der uns indasselbe hinein rief.
Wie elend erscheint uns die Kindheit des Menschen,wenn wir darin nichts erblicken, als eine Reihe von Jahrenvoller Schwäche, damit wir desto länger von unsern Aeltern