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schränken, was in der natürlichen Bestimmung des Weibes liegt.Liebende Gattin, erheiternde Lebensgefährtin, sorgsame Haus-mutter, erste Pflegerin der Kindheit zu sein — dies ist desWeibes Beruf.
Inzwischen ist auch hier durch wohlwollenden Eifer viel-mals zu viel gethan und an die Stelle des Natürlichen die Kunstund Verkünstelung gesetzt worden. Man hat eigene weiblicheErziehungsanstalten errichtet, wohlthätig für Mädchen, dienirgends anders Erziehung finden, sondern ohnedem einertraurigen Verwahrlosung und Verführung preisgegeben seinwürden. In sich selbst aber ist schon der Begriff einer öffent-lichen Anstalt für weibliche Erziehung im Widerspruch mit derbesten weiblichen Erziehung. Des Mannes künftiger Wirkungs-kreis ist draußen die Welt, im Treiben und Drängen derMenschen und ihrer Stände: dort sei seine Schule. Der künftigeSchauplatz weiblicher Größe ist das häusliche Familienleben:dies sei des Mädchens Schule! — Das Leben in der Familie istaber ein ganz anderes, als in den Erziehungsanstalten. Dortbesteht die von Gott weise geordnete Verbindung von Alten undJungen, Greisen und Kindern beiderlei Geschlechts; dort ist dieMannigfaltigkeit von Denk- und Gemüthsarten, Pflichten undnatürlichen Rechtsamen der verschiedenen Lebensalter zu finden;dort lernt die Tochter Vollkommenheiten und Mängel der Haus-haltung, wie des Beisammenlebens; dort lernt sie den Bejahr-ten gehorchen, die Jüngern leiten, Ihresgleichen Gesellin seinund Untergebenen befehlen. Darum ist das häusliche Leben imKreise der Geschwister und Aeltern, der Kleinen und Großendie rechte Schule der Töchter.
In öffentlichen Anstalten fehlen Aeltern, denen sich das kind-liche Herz vertrauensvoll enthüllt; aber Lehrer und Lehrerinnenstehen da, vor denen, um nicht zu mißfallen, sich das Innersteschüchtern verschließt, während der äußere Anstand wohl bewachtund zuletzt Hauptsache wird. Da fehlen die hundert kleinen lehr-reichen Tagesvorfälle des häuslichen Lebens, da die gemächlichenEinzelnheiten, welche das Tiefste im Herzen anregen; eine kalteEinförmigkeit des Hörens und Thuns ist an dessen Statt, und