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Meide von allen Arten gesellschaftlich er Freudendiejenigen zuerst, die dich am gewaltigsten und innig-sten anziel) en; diejenigen, von welchen du ahnest, daß siedir zur Leidenschaft werden können; diejenigen, von welchen duschon die Erfahrung gemacht hast, daß sie dich zu Pflichtvergessen-heiten haben verleiten können, daß sie unedle oder unanständigeEmpfindungen in dir erregt haben. Sie sind dir die gefährlich-sten. Erhitzte dich das Spiel zum Zorn, oder zur Gewinnsucht,zur Schadenfreude oder zum Neide — verbanne es! Da istdie schwache Seite des Herzens! Sei deiner selbst würdig undimmerdar Meister. — Hast du dich beim Trunk, selbst beim ^mäßigen Genüsse des Weines, je einmal vergessen: sei fortannoch mäßiger, und vergib deiner inner» Würde, deiner Gesund-heit und deiner Lebensruhe nichts für den flüchtigen Kitzel deinerZunge oder deiner Nerven. — Erweckte der Tanz in dir jemalsunziemliche Reizungen, welche du dich schämen würdest, vordenen zu bekennen, die deiner ganzen Hochachtung werth sind:meide den Tanz, am meisten das Uebermaß desselben. Behütedein Herz mit allem Fleiße, denn daraus geht das Leben, wieLas Verderben hervor.
Verachte keineswegs die Ergötzungen des geselligen Lebens;aber also mußt du deine häusliche Lebensart einrichten, und siemit tausend kleinen, einfachen Freuden zu verschönern wissen,
Laß jede Lustbarkeit außer dem Hause doch nie vermögend ist,das stille Glück zu übertreffen, das du in deinen Berufsarbeiten,im Umgänge mit deinen Freunden, in Erfüllung menschenfreund-licher Pflichten gegen Bekannte und Unbekannte empfindest.Gesellschaftliche Freuden müssen dir nur dienen, den Vorzugdeiner eigenen, häuslichen Freuden fühlbarer zu machen. Werreich genug ist an innerm Glück, der hascht und jagt nicht nachLustbarkeiten, die bei der leichtesten Unvorsichtigkeit ihre Ge-fahren mit sich bringen.
O mein gütiger Gott! Du Vater der Seligkeiten! Icherkenne, daß das meinen Freuden am meisten droht, was miroft die meisten Freuden zn versprechen scheint. Nicht, daß du /so viel Uebel in die Welt gelegt hättest, daß selbst die Lust