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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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aus dem Herzen. Darum behüte dem Herz mit allem Meiste,denn daraus geht das Leben und das Verderben hervor.

Die gesellschaftlichen Freuden haben ihre Gefahren. Siesind gefährlich, weil das Vergnügen allzuleicht die Wachsamkeitunserer Vernunft einschläfert, uns berauscht und unordentlicheBegierden erregt. Sie sind gefährlich, weil ihre Süßigkeit unsgar zu leicht verführt, sie mit Unmäßigkeit zu lieben und zumHauptzweck unsers Lebens und Strebcns zu machen. Alleinsie sind auch nur demjenigen gefährlich, welcher in ihremGenüsse nicht sein Herz zu hüten weiß. Wer cs einmal zu thunvergißt, hat zu späte Reue, oft Schande, oft Zerstörung seinerGesundheit, oft den Verfall der Vermögensumständc, oft Ver-zweiflung zur Strafe.

Willst du die gesellschaftlichen Freuden genießen, ohne jeihre Gefahren zu empfinden? Willst du im großen Geiste deinesJesu leben, fröhlich sein mit den Fröhlichen, und doch dabeiGott angehören? Willst du auch nur aus bloßer gemeinerKlugyen die Blumen dcd Lkhd'üv blechen, ohne deine Hand anihren Dornen zu verwunden? Gehe hin, behüte dein eigenesHerz. .

Gesellschaftliche Vergnügungen müssen einem weifen undguten Menschen, der dauerhaft glücklich fein will, nie zur Ge-wohnheit, nie zum Bedürfnis; werden. Er muß ihrer, ohneallen Abbruch seines Wohlseins, ganz entbehrenkönnen. Sein Haus, seine Familie, seine Berufsarbeit, seinalltägliches Leben niuß ihm Freude genug gewähren, ohne daßer fremder Hilfe vonnöthen hätte. Er muß sich selbst sein stillesDasein zu verschönern wissen. Weiß er es aber nicht, so ist erschon ein wahrhaft Unglücklicher. Ist ihm irgend eine Art gesell-schaftlicher Vergnügungen zum unüberwindlichen Bedürfnisse ge-

worden, so ist er allen ihren Gefahren und Nachthcilen schonpreisgegeben. Er rette sich, wenn er noch kann. Er bekämpfeseine Leidenschaft, wenn er noch Kraft hat, ehe sie ihn un-vermerkt ins Verderben hinuntcrzieht. Freude soll nur Arznei,nicht Speise sein.