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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
85
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Die Gefahren gesellschaftlicher Freuden.

Spr. Sal. 4/ 2 Z.

Wie ein Engel mederstnket,

Lust aus ird sehen Quellen trinket:

Sich mit Erdcnblüthen schmückt:

Mensch so sei auch du beglückt!

Sei der Engel in dem Staube;

Heilig mache dich dein Glaube,

Froh dich, was' dir Gottes HandHier auf Erden zugewandt.

Dich umringet Gottes GüteMit der reinsten Freuden Blüthe;

Dein ist'S, wenn du selbst dich quälst,

. Dornen statt der Blüthcn wählst.

Ä)?an sagt gar häufig:Die lebhafte Jugend jagt den Ver-gnügungen nach!" Es ist wahr. Aber soll dies Lob oderVorwurf sein? Oder ist es eine der gemeinen Redensarten,welche nichts sagen? Ich glaube beinahe das Letztere. Dennauch das männliche Alter, auch der Greis strebt nach Ver-gnügungen, freilich aber nicht nach denen der Jugend, weil erdiese nicht mehr genießen kann. Aber wahrlich, die Freudender Jugend, ihre Spiele, ihre Tänze, ihre Scherze, ihreMurhwilligkeiten, sind oft weit unschuldiger, als die Freudender altern Leute beim Kartenspiel um Gewinn, beim Beplau-dern, Bespötteln und Belächeln der Nachbarn und Bekannten,oder bei andern sogenannten Arten Zeitvertreibs.

Es gibt Personen, welche Musik, Tanz, Spiel und ver-gleiche« lebhafte Belustigungen zur Sünde machen möchten;dieselben Belustigungen, denen sie sich selbst in der JugendHingaben. Nun sie aber alt geworden sind, möchten sie dieganze menschliche Gesellschaft alt sehen. Sie thun Unrecht.Jedes Lebensalter hat, wie jede Jahreszeit, seine eigene Wonne.

Auch als Christ darf ich an allen diesen VergnügungenTheil nehmen. Warum sollte ich es nicht? Mein Heiland und