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am Unrechten Orte thut, säet vortreffliche Saat, aber aufunschicklichen Boden, von welchem er sich keine Aerntc zuversprechen hat. Immer >muß das Wichtigere dem Geringem,das Nothwendigere dem Entbehrlichem vorgezogen werden.Jeder Augenblick macht seine eigene Forderung an uns, der wirentsprechen müssen.
Der Mangel solcher Ordnung, sowohl in Berufsgeschäftcnals in häuslichen Verrichtungen, verleitet zu vielerlei Irrungenund schmerzlich warnenden Erfahrungen. Wir verschwendenZeit und Kräfte und Thätigkeit, leisten nicht die Hälfte dessen,was wir bei gleicher Betriebsamkeit hätten vollbringen können,und werden zuletzt nur geschäftige Müßige.
Nur durch nützliche Thätigkeit erhalten wir vor Gott, voruns selbst und vor den Menschen einigen Werth in der Ketteder Wesen, welcher wir eingereiht sind. Nichtsthun führt zurSelbstverachtunz.
» Es ist in der Zeit kein Stillstand. Die Augenblicke fliehenin geordneter Eile vor uns vorüber; und welchen wir nichtbenutzten, den haben wir nicht gelebt. Auch mit dem Menschenist kein Stillstand. Er bleibt sich nicht gleich. Wer nicht besserwird, ist schon schlimmer geworden; wer seinen Mitmenschenan einem Tage nichts nützte, hat ihnen schon geschadet, indemer ihnen das Gute entzog, was er hätte durch seine Dienstegewähren können.
Warum klagst du, o Thor, über die Kürze des mensch-lichen Lebens? Bist du es nicht, der es mit selbstmörderischemUnverstand verkürzt? Was du gethan und empfunden hast,das hast du gelebt; darum ist der Stein todt, weil er gefühl-los ruht.
Jüngling, vor wenigen Jahren warst du noch Kind; inwenigen Jahren ergraut dein Haupt schon vor Alter. Ergreifebegierig die flüchtigen Stunden : fülle sie mit nützlichen Thatcnan, und du kannst in einem Jahre mehr leben, als der ver-standlose Müßiggänger in einem halben Jahrhundert. Nurwas du gewirkt hast, das hast du gelebt.