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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
59
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Ausbildung des Verstandes, zur Bereicherung mit heilsamenKräften beitragen, gehören zu denen, welche zwar in Erholungs-stunden ein augenblickliches Wohlgefallen erregen können, aberkeineswegs wcrth sind, den Ernst des ganzen Lebens zu beschäf-tigen. Aller Fleifi in solchen zwecklosen, unnützen Bemühungenist zuletzt nur geschäftiger Mäßiggang. Oder wer will denangestrengten Fleiß des Glücksspiclers voller Hochachtung be-wundern , welcher Tage und Nächte um Gewinn und Verlustmit Karten tändelt? Was nützt er mit seinem Nachdenken undSorgen der menschlichen Gesellschaft? Der geringste Taglöhnerist im Staate ehrenwerthcr, als er oder Jeder, der sich ähnlichenAnfruchtbaren, oft gefährlichen l'.rd halsbrechcnden Künstenwidmet. Wer seine Aeckcr bauet, der wird Brodes die Füllehaben, spricht die heilige Schrift; wer aber unnöthigen Dingennachgeht, der ist ein Narr, welcher seine Gaben mißbraucht.(Spr. Sal. 12, 11.)

Jede Art falscher Geschäftigkeit ist daher des Christen un-würdig ist Verbrechen gegen seinen Beruf, den ihm derSchöpfer im Leben gab. Unsere Bestimmung hienieden istSekbstvercdelung und Beglückung Anderer durch unsere nütz-liche, vom Nachdenken wohlgelcitete Thätigkeit. Schon dieUeberzeugung, daß wir unsere Pflicht erfüllen, daß wir unserer«on Gott empfangenen Bestimmung ein Genüge leisten, mußuns auch mit Lust und Eifer für unser Geschäft, auch für diegeringsten Pflichten unseres Berufes, durchdringcn.

Wo Lust, und Eifer mangeln, da fehlt gewiß auch nützlicheThätigkeit; da leisten wir niemals in vollem Maße dasjenige,was wir leisten könnten und auch wohl sollten. Aber leider ist-cs nur zu oft der Fall, daß lebhafte oder ehrgeizige Personen,obwohl sie in einem sehr nützlichen Wirkungskreise stehen, dieGeschäfte desselben für sich zu klein und zu gering finden. Sietrachten immer rmch höhern Dingen, und wollen in einemfremden Fache glänzen, worüber sie denn das versäumen, wasihres Standes ist. Oie Verachtung unsers Berufes, die Gering-schätzung unsers Gewerbes ist die Grundlage häuslicher Un-zufriedenheit und zahlloser Nachtheile. Wir streben da in Dingen