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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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Achkeitcn. Ich soll aber durch sic die Zeit meines irdischenLebens und Wirkens rühmlich bezeichnen, damit ich dermaleinstam Rande meiner Stunden nicht fragen müsse: Wozu habe ichgelebt? Was habe ich in der Welt genützt? Wo sind dieGarben des Wohlthuns, die ich gebunden habe, und auf denensch nun, wie ein nrüdcr Schnitter, entschlummern könne?

Ich empfing jene Kräfte und Anlagen nicht umsonst durchdie Gnade des Schöpfers. Sie sind das Pfund, welches er mirsnvertraute, und mit welchem ich zur Beförderung allgenieinerGlückseligkeit wuchern sollte. Aber habe ich dieses DarlehenGottes nicht oft auf eine unwürdige, höchst tadelhaste WeiseZemißbraucht? Werde ich dafür ganz ohne Verantwortungbleiben? Und wenn ich sie nicht zum Schaden Anderer amwandte, geschah es denn auch immer zu ihrem Nutzen undVergnügen? Ich trieb zwar auch Berufsgeschäfte: aber triebrch sie mit der gehörigen Aufmerksamkeit und Liebe, oder nurHU oft mit Widerwillen? nur zu oft ohne die erforderlicheOrdnung?

Es ist also nicht genug, daß ich arbeitsam sei; meine Tätig-keit soll jederzeit eine mir und Andern nützliche Richtung haben.Auch in meinen Arbeiten, in meinen Bcrufsgcschäften kann ich,als Christ, sündigen, nicht nur wenn ich meine Verbindlichkeitentreulos zu meinem oder fremdein Nachtheil offenbar verletze,sondern wenn ich sie nicht mit der nöthigen Ordnung und demzum Guten erforderlichen Eifer vollziehe.

Arbeit und Erholung dies sind die beiden Hauptabschnittemeines täglichen Lebens. Die Erholung ist mehr mir zumNutzen, Andern mehr mittelbar. Aber die Arbeit darf nichtmit jener Willkür und Gemächlichkeit getrieben werden, die-einer Erholung wohl zu gestatten ist. Denn ich arbeite nichtbloß zum Vorthcil der Meinigen: sondern was ich thue, sollsuch andern Menschen, deren Eigcnthum mein Werk früheroder später wird, die Summe ihres Wohlseins vergrößern.

Allerlei Künste und Gewerbe, welche nichts zum NutzenMd zur Bequemlichkeit des menschlichen Lebens, nichts zurVeredelung des Herzens, oder Reinigung der Sitten, oder zur