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Schmeichler zurück; sein Wahrheitsgefühl stößt die von sich^welche ihn auf ungerade Wege locken wollen. Er beherrscht sichselbst nach den ewigen Gesetzen der Tugend. Wer die gleichereGesetze ehrt, ist sein Bruder, sein Mitunterthan im ReicheGottes. Wer sie nicht ehrt, ist ihm ein Fremdling, ein Irrender,mit dem er nicht gleiche Bahn betreten mag und kann.
Wer sich selbst zu beherrschen weiß, der herrscht über Andere,Mit unzerstörbarer Besonnenheit sieht er die Thorheiten undIrrthümer der Sterblichen, welche sie, gleich Berauschten, imTaumel ihrer Begierden begehen. Er sieht mit Klarheit undRuhe durch das Gewühl des Lebens und der Leidenschaften hin-Daher ist sein Rath immer der beste, weil er ohne Vorurtheil,.ohne Haß, ohne Nebenabsichten nur zu dem räth, was gut,gerecht und wahr ist. So entsteht in den Menschen Hochachtunggegen den Edeln, der von keinem Eigennutz geleitet wird, odervon anderer Leidenschaft. Aus dem Gefühle der Hochachtungentwickelt sich Zuversicht auf ihn, und unwillkürlicher Gehorsam.Man empfinde: seine Ueberlegenhcit, ohne sie hassen zu können,denn diese Ueberlegcnheit gründet sich auf schwer zu erwerbendeTugenden; und eine der liebenswürdigsten ist seine Anspruch-losigkeit, sein bescheidener Ernst, welcher überall die Herrschaftdes Guten befördern will, ohne eigene Hoheit über Andere zu:bezwecken.
Dies ist das treue Bild des wahrhaften Christen. Denn ver-wirkliche Nachfolger Jesu allein ist der ächte Weise, ist Selbst-herrscher über seine innere Welt.
Und wer möchte nicht ein so Vollendeter auf Erden werden?Wer empfindet nicht schon heilige Ehrfurcht bei dem bloßemAnblicke dieses Gemäldes?
„Ach," seufzt der Schwache muthlos, „es ist unmöglich,ru solcher Höhe von Selbstüberwindung zu gelangen. Manmüßte kein Mensch, sondern ein Wesen höherer Art mit außer-ordentlichen, überirdischen Kräften sein!"
Nein, dies hat nicht ein freier Geist gesprochen, sonderndein schon in den Ketten sinnlicher Lüste sklavisch liegender Geist.Du zweifelst an einer Möglichkeit, die du nicht kennst, nicht