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Der Jüngling.
Spr. Sal. 2/ t.
DcS Jünglings Herz sch' ernst empor/
O Gott/ auf Deine Hand.
Geöffnet sei sein Aug' und Ohr,
Und heiter sein Verstand.
Er sei der guten Ackern Lust/
Im Alter noch ihr Stab;
Und keines Undanks sich bewußt/
Sei heilig ihm ihr Grab.
Er schreite fest durch'S Lebe» hni/
Bis an'S crkornc Ziel;
Nie aber sei ein edler Sinn/
, Nie Tugend ihm ein Spiel I
Wer/ seinen Gott'in seiner Brust/
Die Lebensbahn durchfliegt /
Dem trägt sogar der Schmerz noch Lust/
Der hat schon obgesicgt l -
Äberden die Zeiten besser oder schlimmer werden? Dies ist-eine Frage, weiche bisweilen aufgeworfen und sehr verschiede»beantwortet zu werden pflegt.
An sich sind die Zeiten weder gut noch schlimm. Zu dem,was sie sind, werden sie erst von den Menschen gemacht, die siegebrauchen. Man sollte also lieber fragen: Werden dieMenschen besser oder schlimmer werden?
Was die künftigen Zeiten und Menschen sein werden, hängtzum Thcil schon von den Menschen ab, die heute leben. Siebereiten durch ihre Tugenden und Laster, durch ihre Einsichtenund Jrrthümer, durch ihre Verweichlichung oder Sittenstrengedas Schicksal ihrer Nachkommen. Ein Zeitalter ist die Quelledes andern. Klettern, die ihr bekümmert seid um die Zukunfteurer Kinder — ihr seid es, die ihr euch selbst und allein dievollste Beruhigung wegen derselben geben könnet. Fraget euchnur selbst, habt ihr eure Aclternpflichten im ganzen Umfangean diesen Kindern erfüllt? Nicht darauf kommt cs an, ob ihr