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ihnen ein anständiges Einkommen verschaffet, ob ihr ihnen ein-stein hinreichendes Vermögen hinterlassen werdet, sondern ob ihrsie so für Gott und Tugend begeistert hnbt, daß sie niewieder von diesen Heiligthümern des menschlichen Herzensweichen, ob ihr sie durch Unterricht habt so viel erlernen undihren Verstand Habtausbilden lassen, daß sie möglichst vielerwerben, und ob ihr sie enthaltsam und hart gewöhnt habt,daß sie ohne alle Mühe möglichst viel entbehrenkönnen. Könnet ihr die Frage, die Hand aufs Herz, mit Jabeantworten: dann ist das Glück eurer Kinder gemacht; es istauf unerschütterliche Grundlagen gegründet. Nun werfet muthigeure übrigen Sorgen auf den himmlischen Vater; er wird mitihnen Alles wohl machen, wie er auch an euch gethan hat.
Werden die Zeiten besser oder schlimmer? Dies hängt vonder Verbesserung oder Verschlimmerung unserer Nachkommen-schaft ab. Sehet vor allen Dingen auf die Jugend eurer Ge-meinde; aus den Sitten, Neigungen, Bildungen, und Beschäf-tigungen derselben werdet ihr, wie in einem prophetischen Spiegel,das Wohl- oder Uebelscin eurer Stadt, eukes Dorfs in künftigenZeitaltern lesen, von welchem ihr vielleicht nicht mehr Augen-zeugen seid.
Beobachtet die Jünglinge, welche vor euch wandeln. Zwarnicht strenge müsset ihr die Thorheiten ihres Alters richten; nichtzu strenge, , wenn sich einzelne dem Ungestüm ihrer Gefühleuberlassen, und ihrem Muthwillen zuweilen auf eine nicht ganzerlaubte Weise den Zügel schießen lassen. Wer kennt nicht dieThorheiten, welche dieses Alter zu begleiten pflegen, wo derMensch noch halb Kind, halb Mann ist und meistens in denTäuschungen einer allzulebhaftcn Einbildungskraft lebt! Ihrzürnenden Alten, gedenket der Zeiten eurer Jugend. Aberbeobachtet diese Jünglinge, ob Sinn und Liebe für Edelmuthund Rechtlichkeit ihr Herz bewegt, oder ob der Reiz der Tugendund die Hoheit religiöser Uebcrzeugungcn vollkommen gleich-gültig sind. Beobachtet sie, ob der Trieb zu ernsten und nütz-lichen Kenntnissen nnd Arbeiten in ihnen vorherrschend ist, oderob sie, zur strengen Thätigkeit entnervt, Freunde des Müßig-