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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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Nimmermehr! Gott verlassen, hieße mich selbst verlassen,und von meinem eigenen Heil abfallen. Nimmermehr, Deinwill ich bleiben, mein Gott, mein Vater. Unter allen Zer-streuungen des Lebens will ich doch Dir angehören. Zu Dirempor will ich blicken in den frohen Stunden, wenn Du sie mirsendest; an Dir will ich halten, wenn in schweren Zeiten dieletzte Hoffnung von mir weichen will. Denn Du willst mich nievergessen und versäumen; das weiß ich, durch Jesum Christumweiß ich es, aus meinem Leben weiß ich es. In der Stundemeiner Auflösung, wenn meine sterbende Lippe zum letztenmalDeinen Namen hienieden stammelt, werde ich es fühlen undwissen: Du kannst, Du willst mich nicht vergessen und ver-säumen !

So ist es denn möglicher, daß meine Seele vom Leibescheide, als daß ich von Dir scheide, Vater im Himmel. Ichwill Dich suchen in den Werken, die Du geschaffen hast, in denWundern, mit welchen Du das Weltall erfüllst. Ich will zuDir dringen in der Erkenntnis durch Jesum Christum, meinenErlöser. Ich will mich Dir nähern in meinen Tugenden, inder Furcht vor Allem, was Sünde ist. Allgegenwärtiger, Alles-sehender. Unsichtbarer, der Du mich prüfest, wie ich es meine:prüfe mich! Ach, Du kennst meine Schwachheit und meinenLeichtsinn; Du weißt, wie oft ich fehle. O du heilige Kraft,o du ewige Gnade! stärke mich, unterstütze mich, daß ich nichtsinke; daß mich nicht Verführung, nicht Sinnenreiz, nichtEitelkeit, nicht Ehrsucht, nicht Wollust, nicht Schmeichelei,

nicht Haß von Dir entferne.

Gott meiner Kindheit, Du wirst der Gott meines Alterssein. Durch Jesum Christum mit Dir verknüpft, habe ich mehr,als das Irdische bieten kann. Habe ich nur Dich, so habe ichFrieden in mir; freudige Aussicht durch alle Finsternisse derZukunft und den Trost eines ewigen, seligkeitvollen Daseins.Amen.