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möchten. Erkenne in ihnen die Stimme der ganzen Vorwelt auSihren Gräbern an dein Herz; die Stimme der Seligen ausandern Welten, die dich ruft, daß du einst nicht unter denSeligen fehlen möchtest.
Vor Allem aber — mehr als Lesen, mehr als Hören —wirkt und vermag dein unmittelbares Hintreten zu Gott imGebet. — Es ist kein Tag, der dir nicht eine Stunde, einenAugenblick gönnen sollte zur Unterhaltung mit deinem himm-lischen, unsterblichen Freund und Vater. Des Morgens beimErwachen vom erquickenden Schlafe, des Abends, wenn du dieAugen schließen willst zu deiner Ruhe — tritt mit deinem Geisteerst züm Urgeist, und bitte, und danke, und gelobe ihm einbesseres Wandeln vor ihm. Bete, wie Jesus betete, liebend,vertrauend, sich ganz hingebcnd: Vater, nicht mein Wille,sondern der Deine geschehe! Bete, wie Salomon einstbetete, nicht um das Irdische, nicht um Vergängliches, sondernum Weisheit und Kraft zur Uebcrwindung deiner Fehler undLeidenschaften; um Stärke und. Anlaß, recht viel Gutes zuthun, und immer vollkommener zu werden, wie der Vater imHimmel vollkommen ist.
Christliche Religiosität ist die höchste Weisheit, welche vorGott und Menschen liebenswürdig macht. Denn die Weisheitkommt nicht in eine boshafte Seele, und wohnet nicht in einemLeibe, der Sünde unterworfen. Aber der Gerechten Seelensind in Gottes Hand; kein Leiden erdrückt sie. Oie Gerechtig-keit ist unsterblich. (Weish. Sal. 1, 15.)
Nur durch sie, und daß ich vor Dir, ewiger, heiliger Gott,mein Gott, gerecht erfunden werde, bin ich unsterblich und ewigund selig! Könnte ich es vergessen? Könnte ich Dich vergessen?vergessen die schönen und heiligen Gelübde, welche ich Dirgeihan habe? vergessen, was Du mir, was Du meinen Aeltern,was Du all den geliebten Meinigen gethan hast? Wie? Könnteich Jesum, den göttlichen Freund meiner Seele, vergessen, ihn,der mich erleuchtungsvoll zu Dir führte? Ihn, der erbarmungs-voll für mich starb?