35i
teils folgt er bloss Ilerodot, dessen Worten ermir hinzufiigt, — ohne Zweifel nach einer Steile beiStrabo, die ich weiter unten anfiibrcn werde,—dass der Ibis in der Grösse und Gestalt einem Storcheähnlich scy. Er versichert: gehört zu haben , dass esan den Ufern des Nils schwarze und weisse Ibis inMenge gebe ; aber man sieht deutlich aus seineneigenen Worten, dass er selber keine gesehen zu ha-ben glaubte *).
Shaw **) sagt vom Ibis, er scy heut zu Tageausserordentlich selten , und er selber habe nie einengesehen. Sein Emsecsy oder O c li s e n v o g e 1 , wel-chen Gmclin ganz irrigerweise auf Tantatus linsbezieht, hat die Grösse des Brachvogels, ist weissam Leibe und rolh am Schnabel und Fiissen. Erhält sich auf Wiesen unter dem Rindvieh auf: seinFleisch hat einen üblen Geschmack und geht schnellin Fäulniss über ***). Es ist leicht zu sehen , dassdies weder der Tantalus , und noch weniger der Ibisder Alten ist.
II assclquist hat weder den weissen, nochden schwarzen Ibis gekannt; sein Ardea Ibis isteine kleine Reiherart mit geradem Schnabel. Lin nehatte ganz Recht, dass er in seiner loten Auflage
*) Herum Acgypt. L. IV. c. i. T. 1 . p. 199 der LeidenerAusgabe von 1^35.
■") Seite 167. Th. II. der franz. Uebersctzung.
***) Shavr franz. Uebcrs T.l. S. 33 o>