Druckschrift 
Anmerkungen über die Gewalt des Schießpulvers und den Widerstand der Luft : auf Veranlasssung der von den Hrn. Robins und Hrn. Ritter d'Arcy darüber angestellten Versuchen ; mit Kupfern
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen
 

96 K. -. 4 - W

ich feste setzeit, daß sie höchstens nur in Absichtans einige kleinere Umstande Zusätze und Ver-besserungen leiden. Ich werde sie demnach nochin dieser Absicht untersuchen. Die Theorie vonder Gewalt des Schießpulvers, wenn sie von derTheorie der Gewalt zusammengepreßter Luftnicht verschieden seyn solle, setzt die Bedingungenvoraus, daß das Pulver sich augenblicklich ent-zünde, und die dadurch erzeugte Luft augenblick-lich ganz erzeugt, und augenblicklich vollkommenelastisch werde. Für diese Umstande kann inannun eben nicht a priori, gut stehen. Aus denVersuchen des Hm. Ritter d'Arcy erhellet, daßwenn man in freyer Luft Pulver in eine langeLinie zieht, und es an dem einen Ende anzündet,das Feuer ungefehr 6 Fuß in einer Seeundesortlaufe. Nun war in seinem Flintenlaufe dieLange der Ladung ^ Fuß, und demnach würdediese, wenn sie in freyer Lnft gewesen und andein äußersten Ende angezündet worden wäre,in Zeit von oder Seeunde ganz ausge-brannt worden seyn. In dem Flintenlaufemag es wegen der zusammengepreßten Hitze undihrer grossen Gewalt noch ungleich geschwindergeschehen, dafern man annehmen kann, daß diePulverkörner beysammen bleiben. So kleinaber auch diese Zeit ist, so hat sie in Absicht aufdie Geschwindigkeit der Kugel etwas zu sagen.Diejenigen Pulverkörner, die sich zuerst entzün-den, haben, um sich Raum zu machen, nicht nurdie Kugel, sondern auch die übrigen Pulver-körner,