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v. Tuppau.
nach einander mehrere Gberlausitzische Güter. So kaufte sie am 16. Mai1638 von den Kreditoren Hans Ulrichs v. Nostitz das Gut Nostitz (dt vonLöbau). Durch die Kriegsunruhen und die Blockierung der 5tadt Bautzenverzögerte sich die verreichung der Lehn des Gutes bis zum 12. April1640. Im Jahre 1646 übergab sie „anstatt der mütterlichen Hülse ft"das Gut Nostitz ihren drei Löhnen erster Ghe, den Gebrüdern MolsRudolph, Joachim Ernst und Heinrich Nnshelm v. Ziegler und Klipp-hausen. - Zum Gute Nostitz kaufte Frau Unna Maria das Gut „Rada-maritz" (Radmeritz, 88V/von Görlitz), das in früheren Zeiten 40000 Fl.gegolten hatte, im Jahre 1643 für 16 000 Talerft. Ruf ihr an denKurfürsten gerichtetes Gesuch, die von ihrem eigenen vermögen aus demErbgut Radmeritz miterkauften und nahe gelegenen Lehnsbauern, Mühleund Teich in Erbe zu verwandeln, genehmigte dieser am 28. Juli 1647,„daß, solange gemeldte Tuppauin oder ihre Töchter und Erben ab-steigender Linie solche Lehnsbauern, Mühle und Teiche besitzen, denen-selben die Art und Eigenschaft des Mannlehens benommen und ihnenjedesmals bei zutragenden Fällen als recht Erbgut verliehen werden:Künftiger Zeit aber und da angeregte Ltücke veralieniret und nicht mehrin der Tuppauin oder ihrer Descendenten Besitz sein, sondern in andereHände gerathen würden, alsdann sie die Natur des Erbes wiederumverlieren und hingegen die vorige Eigenschaft des Mannlehns über-kommen und behalten sollen" ft. Radmeritz fiel später an einen ihrerLöhne zweiter Ehe, Heinrich Anshelm v. Ziegler und Klipphausen, für20000 Taler. - Frau Anna Maria, „Frau zu Radmeritz", kaufte ferneram 16. Februar 1660 von ihrem Bruder Hans Lebastian v. Rechenbergauf Sohland und Halbendorf das Gut Rodewitz bei Lrostau (8 vonBautzen, Kl von Schirgiswalde). Ihr ältester Lohn lvolf Rudolphv. Ziegler war ihr Lehnsträger. Schon am 7. April 1650 verkaufte siedas Gut an den Oberstleutnant Heinrich v. Seidlitzft.
Die zweite Gattin Lohuslav Larls v. T., Frau Nnna Katharina„v. Tuppauer", geb. Kölbel v. Geisingft, kaufte im Jahre 1669von dem Rittmeister Thristoph Lichner dessen Gütlein zu Beischwitz(auch Lbendörfel genannt, 880 von Bautzen) „an Gebäuden, Gärten,Ackern, Miesen und Holzungen, Ober- und Niedergerichten, auch Beilaß",vermöge Kontrakts vom 13. November 1669 zedierte sie ihr „erkauftes
0 Lehnsakten Radmeritz.
ft H-- 5 t.-R. Boo. 9546, Das I.Buch Gberlaus. Lehens-Lachen, 1627 — 75, beimJahre 1645. — In den Lehnsakten Radmeritz ist als Raufpreis angegeben 17500 Taler.
h Lehnsakten Radmeritz.
ft Frau Rnna Rlaria v. T. hatte seinerzeit versäumt sich mit Rodewitz be-lehnen zu lassen. Ruf den in dieser Angelegenheit an den Kurfürsten abgesandtenBericht verfügte dieser am 12. Februar 1652 an den Landvogt, daß ihr die Lehnnoch nachträglich verreicht werden könne, „dieweil Ihr denn selbsten anzuführenwisset, daß obbenannte Tuppauin ein fast stets krankes und zum öftern bettlägerigesWeib sei, und daher weder clolus noch ooirtsinptus aus dero wiederholetem Rußen-bleiben zu verspüren". Rm 17. Mai 1652 wurde sie denn noch nachträglich mitRodewitz belehnt. Lehnsakten Rodewitz, ebenso 5 t. -R. I^oo. 9547, Das 5. BuchGberlaus. Lehens-Lachen 1645 — 67, Fol. 26.
5) Ihre Schwester ist Jungfrau Dorothea Elisabeth Rölbelin von Geising.