v. Tschirnhaus. 1009
gelegen im weichbilde zu Gorlicz"' wird schon im Jahre 1388 urkundlichbezeugt').
Vas Haus Kieslingswalde ((MO von Görlitz) gelangte um dasJahr 14820 an einen Zweig der Familie v. T. Bernhard v. T., dererste Besitzer dieses Gutes, hinterließ drei Söhne, Nickel, Hans undFriedrich. Diese wurden am Montag nach Bonifacii 1502 s6. Juni)belehnt mit Kieslingswalde, Kirchlehn, Kittersitz, Vorwerk, auch mit demGute Schmydehansens neben dem Vorwerk gelegen, ferner mit dem GuteKachenau, an Kieslingswalde grenzend 0. Friedrich pflanzte denStamm fort. Cr war vermählt mit Knna v. Kottwitzh und hatte zweiSöhne: I. Christoph; II. Friedrich d. I., denen er seine Güter haugs-dors und Kieslingswalde vererbte und von denen jeder Gründer einerLinie wurde.
-V Linie haugsdors —Gersdors.
I. Christoph v. T. erbte von seinem Vater das Gut haugsdorf(>M0 von Lauban) und erwarb hierzu 1563 von Jakob v. Salza noch dashalbe vors Ober-haugsdorf. Er kaufte ferner von Kbraham v. Gersdorffaus Ivaldau Gersdors am Csueis (bl von Lauban), mit dem er am 11. Juli1564 belehnt wurde0- Christoph bekleidete die Würde eines kaiserlichenKates und starb am 16.Mai 1575°). vermählt war Christoph mit Evav. „Sehren", die er am 17. Mai 1563 mit dem halben Dorfe Nieder-haugsdors verleibgedingen ließ'). Cr hinterließ folgende Söhne: Bern-hard, Christoph, Siegmund und Hans Fabian. Deren Vormünder,der Bruder ihres Vaters, Friedrich d. I. v. T. aus Kieslingswalde, sowieHieronymus v. Schönaich auf Siegersdorf, suchten am Montag nachCxaudi 1575 j16. Mai) über die an ihre Mündel gefallenen Lehngüterhaugsdorf und Gersdors zu rechter, unversäumter Zeit die Lehn underhielten einen Mutzettel0. Kußer diesen vier unmündigen Söhnenhinterließ aber Christoph noch einen, wahrscheinlich schon mündigen SohnChristoph Friedrich. Dies geht aus folgendem hervor: Kls dieBrüder sich in den Nachlaß teilten, bekam Hans Fabian zu seinemAnteil aus den väterlichen Gütern haugsdorf und Gersdors 3500 Taler,während Christoph Friedrich das ganze Gut haugsdors, Siegmund dasGut Gersdors („Giersdorf") erhielt. Km 20. Dezember 1583 wurden dieBrüder mit diesen Lehnstücken belehnt°). von Bernhard und Christoph
H Verzeichnis Vberlaus. Urkunden, 3. und 4. Heft, §. Z25, Nr. 616.
0 Rnothe, Geschichte des Vberlaus. Rdels, 1879, L. 519.
") H.-St.-R. Boa. 9550, Görlitzischer Greifs, vol. V der Lehenbrieffe im IRarg-graffthumb Vberlausitz 1419-1615, Fol. 342.
0 Sinapius, Schlesische Luriositäten, I, 5.999.
0 H.-St.-R. Boa. 9549, Lehen im Budissinschen 1562 —70, Fol.57b: Boa. 9550,Görlitzischer Lrepss, vol. V rc., Fol. 360.
Staatsarchiv Breslau, Lehnbuch 1615-1689.
H H.-St.-R. Boa. 9549, Lehen im Budissinschen cis uo 1562 — 70, Fol. 68.
0 H.-St.-R. Boa. 9550, Registratur der Lehen, Leibgedinge und Günste imGörlitzischen, 1572-84, Fol. 6b; Buch in der Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistikund Genealogie, XIV, S. 541 werden Christophs Söhne Bernhard, Christoph, Sieg-mund und Hans Fabian genannt.
o) H.-St.-R. Boa. 9550, Registratur der Lehen ic., Fol. 29b.
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