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v. Troilo.
Wappen: Ruf dem in der Sophienkirche zu Dresden befindlichenGrabstein des im Jahre 1624 gestorbenen kurfürstlich Sächsischen Kammer-junkers Ludwig v. Taube (vermählt mit der 1626 gestorbenen RnnaMaria geb. v. Lützelburg) befindet sich unter den Rhnenwappen auch das„von Tödroen": Im Schilde drei (2, 1) vielstrahlige Sterne oder Sporen-rädchen. Kleinod: Ein Schwertarm, anscheinend zwischen zwei Straußen-federn. vergl. R. Bruck, Die Sophienkirche in Dresden, 1912,Taf. DI.
v. Troilo.
von dem nach seinem Stammhause Roveredo an der Etsch seinenBeinamen führenden alten Tiroler Rdelsgeschlecht v. Troilo machte sichein Zweig, angeblich nach der Mitte des 14. Jahrhunderts, in Schlesienansässig und besaß dort im Fürstentum Neisse die Güter Lassoth, Dber-und Nieder-Jeutritz, Bischofswalde, Giersdorf, Steinsdors, Markers-dorf u. a.I. Lassoth war das Schlesische Stammgut, nach dem sich dasGeschlecht auch schrieb.
Franz Troilo v. Noveredo in Breslau erhielt, Prag den2. Oktober 1686, von Kaiser Rudolph II. einen Gnadenbrief^). FranzensEnkel war Franz Gottfried v. T. auf Lassoth ic., kaiserlicher Rat,vermählt mit einer v. Strachwitz, und dessen Sohn war Franz Ferdi-nand d. R. v. T., Roveredo, Ischia „und Löst" fLassothf b). Er unter-nahm eine lange Reise in das Morgenlands, wurde Ritter des heiligenGrabes und kehrte 1670 zu den Seinigen nach Schlesien zurück. ImJahre 1673 wandte er sich nach Sachsen, trat in Sächsische Militärdienste,wurde Kammerjunker des Kurfürsten Johann Georgs II. und erhielt1682 die Stelle als Kommandant der Festung Stolpen"). vermählthatte er sich am 11. November 1678 mit Hedwig Sophia v. polenz
der Königin, Tochter Heinrich Josephs v. Gablenz, Gberhofmeisters der Königin. Diejunge Frau v. Toedwen starb bereits am 5. November 1824 im kllter von 28 Jahrenund wurde am 8. d. IN. begraben. — H.-St.-N. Gen. Doo. 7824, Tödwen.
H Sinapius, Schlesische Turiositäten, II. Teil, 1728, 5.1065.
-) In diesem heißt es, Franz Troilo und seine Voreltern hätten dem HauseGesterrcich gute Dienste geleistet, Franz T. habe sich „eine guthe Zeit herbey UnserStadt Breßlau zu jeder vorfallenden Gelegenheit, sonderlich aber mit merklicher Be-förderung Unseres Schlesischen Lammer-Ulesens seines eusersten und besten Vermögensunterthäniglich erzeugt und bewiesen". Lr wird deswegen „zu Unserm kaiserlichenDiener genädiglich gewürdiget, an- und ausgenommen" nnd solle alle Ehren, würden,Vorteile, Freiheiten, Rechte und Gerechtigkeiten eines kaiserlichen Dieners genießen.Er soll ferner, wo er sich auch im Reich oder in den erblichen Fürstentümern nieder-lasse, exempt sein von allen bürgerlichen, Rats- und Gerichtskontributionen und Ein-lagen und wird samt Gattin und ehelichen Leibeserben in des Kaisers und HausesVesterreich „Vorspruch, Schutz und Schirm" genommen. H.-St.-5l. Gen. Uoo. 7821,Troilo.
b) Ihm wird bescheinigt, daß er . . . „von Geburth . . . kein Sachß, sondernein Schlesinger von dem väterlichen Gut Dberlassoth, dessen Uhr-Uhr-klnen aus Italienvon Rovoredo" gekommen wären. H.-St.-N. a. a. T>.
H Die Reisebeschreibung erschien in Dresden 1676 im Druck.
5) Sinapius a. a. V. I, §. 1066: Gercken, Historie der Stadt und verg-vestung Stolpen, 1764, S. 202.