v. Temritz.
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gestürzte silberne Pfeile. Decken blau-golden. R. Frh. ». Krane undR. M. Hildebrandt, Wappen- und Handbuch des in Schlesien land-gesessenen Rdels, 1901-l 904, Taf. 107.
v. Temritz.
Die v. Temritz, wohl nach der nordwestlich von Bautzen gelegenen(Ortschaft Temritz sich nennend, sind schon im 13. Jahrhundert in der(Oberlausitz urkundlich nachweisbarh. verhältnismäßig frühzeitig hattedas Geschlecht sich der Vergünstigung einer Gesamtbelehnung zu erfreuen:So wurden die ungesonderten Gebrüder Heinrich und Rpcze v. T. zu-gleich mit Gtto und Hans Gleyne zu Winckmannsdorf (d. i. Weigersdorf)am Montag nach Tantate 1419^) sl6. Mai) von König Wenzel zugesamter Hand mit ihren Gütern Geisa (^V8^V von Rothenburg),Förstgeri (dlM von Geisa), Leipgen (8 von Gelsa) und Weigersdorf(8M von Gelsa, nahe der Sächsischen Grenze) belehnt. Line Erneuerungund Bestätigung dieser Gesamtbelehnung gewährte König Wladislaus,Prag, am Donnerstag vor viti 1497 s8. Juni) den Gebrüdern Heinrich,Michel und Georg und ihren Vettern Hans und Nikol zu Groß-Velsab). Diese von den Königen Wenzel und Wladislaus erteiltenPrivilegien konfirmierte König Ferdinand, Bautzen, am 24. Mai 1538,dem Geschlecht und bestätigte gleichzeitig den ungesonderten GebrüdernHans, Heinrich und Thristoph v. T. zu Gelsa die Gesamtlehn ihrerGüter h. Buch Kaiser Maximilian II. konfirmierte die alten Briefe desGeschlechts am 22. Rpril 1567^). Line weitere Bestätigung ihrer Privi-legien wegen der gesamten Lehn erlangten die v. T. von Rudolf II.,Görlitz, am 18. Mai 1577 und von Matthias, Breslau, am 26. Septem-ber 1611"). Rach dem Übergang der Lausitzen an Kursachsen baten dieGebrüder und Vettern v. T. a. d. hh. Gelsa, Diehsa, Särichen, Reich-walde und Tollm im Jahre 1637 den Kurfürsten um Indult zuSuchung der Konfirmation ihrer Spezial-Privilegien und Freiheiten^.Rm 13. Dktober 1662 erhielt das Geschlecht v. T. von neuem eine Kon-
9 vergl. Knothe, Geschichte der Vberlaus. kldels, 1874, 5. 514.
2) H.-St.-kl. Boo. 4550, Görlitzischer Trepss, vol. V der Lehenbrieffe im Rtarg-graffthumb Gberlausitz I4I4-I6I5, Fol. 305^ Verzeichnis Gberlaus. Urkunden I,3. und 4. Heft, S. 147.
ch H. - St. - kl. Boo. 4550, a. a. G. Fol. 307.
tz H.-St.-R. i^oe. 4550, a. a. G. Fol. 314. -'Die drei Brüder Hans, Heinrich
und Thristoph v. T. hatten König Ferdinand die genannten Briefe Wenzels undWladislaus' vorgelegt . . . „in sich haltend, daß hochbenannte unsere Vorfahrenunter andern klrtikeln und Freiheiten etwan ihren Vorfahren und ihnen als Leibs-Lehenserben gesummte Lehen verliehen und gegeben haben", worauf König Ferdinand ...„gemelkten Brüdern v. Temritz, sie sundern sich mit ihren Gütern, Feuer und Rauch,oder nit, und ihren ehelichen Leiber-Lehnserben unvorscheidentlich dieselben gesammtenLehen sammt allen und jeglichen ihren Gütern, benannt und unbenannt, aufs neusämmtlich verliehen und ihnen denselben dreien vorangezeigten Briefen alle undjegliche Freiheiten, Punkt und klrtikeln zugelassen, bestätiget und confirmiret".H.-St.-kl. Boa. 4546, Vas zweite Buch Gberlaus. Lehens-Sachen 1631—50, Fol. 63.s) H.St.-kl. Boo. 4550, a. a. G. Fol. 315. °) Ebenda, Fol. 317, 321.
tz H.-St.-kl. Boo. 4546, Vas zweite Buch rc., Fol. 63.