v. Main zum Rechtenstein.
909
geboren zu Luzein in Graubünden am 5. Juli 1765, wurde LchweizerGesandter in Paris unter Napoleon I., dann Bundespräsident in Bern.
Wappen, sreiherrliches: Schild geviert, l, 4: In Blau zwei inForm eines Andreaskreuzes gestellte goldene Pfeile, die Spitzen nachoben; 2, 3: in Gold eine schwarze Bärentatze mit goldenen Klauen.Über der Freiherrnkrone der gekrönte Helm. Kleinod: Die Bärentatze.Decken blau-golden.
v. Stain zum Rechtenstein, Freiherren.
Glieder des alten Dber-Schwäbischen Nittergeschlechts v. Stain,dessen Stammschloß Stain oberhalb Marchthals an der Donau lag,machten sich zu Ende des l8. Jahrhunderts in der Gberlausitz ansässig.
Dominicus Wolsgang Freiherr v. St?), ein Sohn MarquardAlexander Josephs Frhrn. v. St. zu Jettingen und seiner im Jahre1709 ihm vermählten Gattin Anna Maria Francisco Maximilianev. Guttenberg, trat am lZ. Dezember 1737 als Premierleutnant beider Leibgrenadiergarde in königlich polnische kurfürstlich Sächsische Dienste,wurde am 19. Juni 1740 Kapitän im Sulkowskischen, später Minckwitz-schen Infanterie - Regiment, am 2. Februar 1747 Kammerjunker, am22. Oktober 1748 Oberstleutnant, am 12. September 1749 wirklicherKammerherr, am 12. Dezember 1757 Generalmajor. Am 14. Oktober1763 kaufte er das Mannlehngut Kottmarsdors (LL'VV von Löbau)von Johann Erdmann v. Gersdorff für 33000 Ealer'^). Er starb zuDresden am 5. August 1783^) im Alter von 65 Jahren^), vermähltwar er mit Earoline v. Berlepsch, die ihn überlebte.
>) Nekrolog im Laus. Magazin 1783, 5. 340.
2) In den Jahren 176d-l77l verkaufte Dominicus tvolfgang Frhr. v. 5t.sämtliche Bauer- und Gärtnernahrungen, die bis dahin Laßnahrungen gewesen waren,an deren Inhaber, kllte Gberlaus. Kirchengalerie, 5. 282; Neue 5ächsische Kirchen-galerie, Oiöcese Löbau, 5p. 316.
3) Dieses Datum geben die Lehnsakten Kottmarsdors, dar Laus. Magazin 1783,5. 340 bezeichnet den 6. Nugust 1783 als seinen Todestag, nennt auch seine Gattinirrtümlich Lharlotte v. Berlepsch.
4) von den Geschwistern des Freiherrn Dominicus Ivolfgang sei erwähnt dereine Bruder Franciscus Theodor Baron v. 5t., der am 25. März 1751 als Gberstdie Entlassung aus kursächsischen Diensten nahm und sich hierauf der Goldmacher-kunst zugewandt zu haben scheint. Lr übermittelte am 13. Juni 1754 der „Excellenz"(Graf Brühl) einen 5tcin, „welcher pures Gold enthält, wenn man weiß, wie manihn tractiren soll, dahingegen ein andrer nichts daraus bekommen wird". Wenn derKönig ihm vertrauen schenke, so will er die „Kabrigus" übernehmen und zn dessenNutzen aussühren unter der Bedingung, daß, „weil der Mein an Tag bricht", niemandin die Gegend kommen darf. Für sich selbst beansprucht er: 1. den zehnten Teil vondem nach Nbzug aller Unkosten verbleibenden Überschuß: 2. „von Niemand als vonLw. Excellenz imrnecliats zu dependiren und wenn ich hierbei; 3. Ihro König!. Mast,eine Tonne Goldes profitiret, die Mirvivanos auf das Prinz Lubomirskische vragoner-Negiment: 4. für meine Eltern die Einräumung eines Gutes, das jährlich 3000 Ntlr.einträgt und zwar nur auf deren Lebenszeit. Übrigens aber prsstsirdire von allemdiesem und sonst nichts, als bis ich prasstanda praestirt und für Ihr» Majt.100 000 Ntlr. abgeliefert". Durch ein vom Grafen Brühl am 14. Juni 1754 aus-gefertigtes Kammerdekret erhielt er die Genehmigung. k).-5t.-N. Gen. Noo. 7809, Main.