v. Sommerfeld.
895
1778, trat 1795 bei der Garde du corps ein, quittierte 1800 den Dienstund übernahm das väterliche Gut Saathain. Gr vermählte sich am14. Kpril 1800 mit Charlotte Marianne Auguste Freiin v. Friesen.Geboren in Dresden am 8. Januar 1783, erbte sie mit ihren fünfGeschwistern die väterlichen Güter Bretnig und Hauswalde vonBischofswerda) und wurde am 22. März 1803 mit ihrem Sechstel belehnt.Sie erbte ferner nach dem Tode ihrer Großmutter Frau TarolineWilhelmine Freifrau v. Friesen, geb. v. Ivangenheim (fl 16. II. 1799)deren Gut Cunnersdorf von Kamenz), erhielt es am 22. März1803 zu Lehn verreicht, verkaufte es aber bereits am 12. Januar 1804an Johann Carl Adolph v. Metzradt. Gräfin zu §., geb. Freiin v. Friesen,starb an der Auszehrung am 24. Juli 1807 in Dresden, kinderlos. DerWitwer vermählte sich wieder am 15. September 1816 mit FriederikeAmalie v. Geusau, verw. v. Wasmer. —
Fürstendiplome gelangten in das Geschlecht am 22. März 1742 und14. Juli 1792.
Wappen: Stammwappen. In Gold ein blauer rechtsschreitenderLöwe. (Grafschaft Solms.) Helm ungekrönt. Meinod: Zwischen zweigoldenen Flügeln ein sitzender blauer Löwe. Decken blau-golden.
Münchener Kalender 1897.
v. Sommerfeld.
Angehörige der Schlesischen Familie v. Sommerfeld machten sichseit dem Beginn des 17. Jahrhunderts in der Gberlausitz ansässig.
Ernst v. S. aus Warthau im Bunzlauer Kreisch erwarb vonLasse! v. Schönaich das Gut Gber-Bellmannsdors (8^V von Lauban),mit dem er am 23. September 1602 belehnt wurdeh. hierzu kaufte erimIahre1607 nochRieder-Bellmannsdorsh. Im Dezember 1612wurdeer als Klostervogt von Marienthal vom Domdechanten zu Bautzen eingesührt,aber schon nach anderthalb Jahren starb er am Schlage in der Nacht aus den17. Juni 1614 in Marienthalh. Gr hinterließ ein unmündiges Söhnchen,dessen Vorname nicht erwähnt ist. Sein Vormund, Melchior v. Gersdorsfaus horka, mutete am 4. Mai 1615 für sein Mündel die Lehnh.
Fast um dieselbe Zeit erscheint ein Christoph v. S., vielleicht ein »Sohn Grnsts, in der Gberlausitz. Christoph v. S. „und Falkenhain"besaß ein Stückgut Sohra (blO von Görlitz), das er um 1603 Friedrichv. Rindfleisch verkaufte"). Christoph besaß ferner das Gut holscha(IM^V von Bautzen, 0 von Neschwitz), befand sich aber in ungünstigenVermögensverhältnissen, denn er erhielt am 7. Mai 1614 Amtskonsensüber sein Gut holscha und sein vermögen, speziell über das von Georg
q wernicke, Vierteljahrsschrift für Heraldik, Zphragjstik and Genealogie,XVI. (1888), S. 360.
2 ) H.-Lt.-kl. Noo. 9545, Verzeichnis der Lehen und Leibgedinge in Gber-lausitz äs ao 1604-17, Fol. 20. h Neues Laus. Mag. Bd. 63, S. 152.
H H. B. Lchänfelder, Urkundl. Geschichte von Marienthal, 1834, §. 231.
°) H.-St.-kl. L,os. 9545, Verzeichnis der Lehen ic., Fol. 253.
h H.-St.-N. Nos. 9550, Görlitzischer Lregss, vol. V der Lehenbrieffe im Marg-graffthum Gberlausitz, 1419 — 1615, Fol. 140.