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Seidel v. Rosenthal.
Mond wie im Schilde. Decken rot-silbern. Tafel 78 gibt das Wappennach dein Diplom vom 22. Dezember 172l: 1, 4 schräggeteilt von Rotund Gold, aus der Teilungslinie schräg liegend eine Lilie mit ver-wechselten Tinkturen. 2, 3 gespalten von Silber und Rot, darin einsteigender blauer Mond. Zwei gekrönte Helme; rechts die von einerKaiserkrone überhöhten verschlungenen Initialen 6 V und OVI zwischendem offenen auf grünem Hügel befindlichen Fluge, belegt wie Feld l;links der blaue Mond vor offenem Fluge, rechts silbern, links rot. Deckenrechts: rot-golden, links: rot-silbern.
Seidel v. Rosenthal.
Johann SeidelH, vornehmer Bürger und Rpotheker in Zittau,geboren zu Bunzlau 26. Rpril 1592, gestorben zu Zittau 8. Mai 1631,hatte aus der am 2. November 1615 geschlossenen Ehe mit der TochterDavid Heinos, damals Hauptmanns der Herrschaft Reichenberg, RnnaMaria, geb. Heino v. LöwenthaN), einen Sohn Johann GeorgSeidels. Dieser, geboren in Zittau am 22. September 1622, studiertein Wittenberg und Leipzig und verwaltete vom Jahre 1653 bis 1661die den Gebrüdern Wolf Rlbrecht und George Rdolph v. Loeben gehörigenGüter Schönberg, Halbendors und Krischa. Im Jahre 1661 wurde ervon den Landständen zum Land-Steuer-Einnehmer ernannt, 1672 wurdeer Skabin in Bautzen, 1673 Unter- und 1682 Gber-Kämmerer. Ervermählte sich: I. am 3. Dezember 1647 mit Susanna Richter, dereinzigen Tochter des Zittauer Bürgers Taspar Richter. Sie starb am7. Rpril 1661; II. am 6. November 1662 mit Martha, verw. Stoltz,geb. Schley, die am 1. Februar 1678 entschlief; III. im Jahre 1681mit Ursula, verw. Schertz, geb. Wunderlich. Don dem Dermögenseiner Gattin kaufte er am 22. Mai 1669 von den Kreditoren Rudolfsv. Bünau, nämlich dem Rittmeister Hans Wolf v. Schönberg aus Braunaund Lohsa und Wolf Moritz v. Kauffungen auf Forstwolfersdorf, „dasVauerlehngütlein zu Bocka" (80 von Kamenz) für 1000 Fl. Meißnisch.Nachdem der Kurfürst das Gut am 8. Juli 1669 aus Mannlehn in Erbeund Rllod verwandelt hatte, erhielt der neue Besitzer am 28. Februar1670 den Erblehnbrief. Johann Georg S. v. R. starb am SonntagCluasimodogeniti 1692 s13. Rpril st. n.f nachts V»1 Uhr und wurde am17. sf. aus dem Tauchersriedhos in Bautzen bestattet. Sein Spmbolumwar: ^ekovus Orutiu 8ulvut.
Don seinen Kindern sind folgende bekannt:
l) vergl. N. Rbraham Mencelius, Leichenpredigt auf ihn s1631s.
-) Sinapius, Schlesische Luriositäten, Band II, S. 340 erwähnt die „v. Haynund Löwenthal" als eine in Schlesien bekannte vornehme Familie. Sie soll ihrenBeinamen von dem Städtlein Löwenlhal, d. i. Liebenthal im Kreise Löwenbergführen. — Über die heino v. Löwenthal vergl. auch Münch, lvappenbuch ZittauerGeschlechter, Mspt. in der Stadtbibliothek Zittau. — Lin David Hayn v. Löwenthalwar 1624-1626 Hauptmann der Herrschaft Friedland, vergl. Ressel, Geschichte desFriedländer Bezirkes, 1902, S. 252.
3) vergl. h. B. Zeidler, Leichenpredigt auf Ioh. Georg S. v. R., Budissin1692; Tarpzov, ^nal. tust 2ittav. Ilf, S. 131.